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Spiekeroog-Radar
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Sitzungsvorlage
Sachverhalt, den ein Gremium berät.

Vorberatung: Neufassung der Baumschutzsatzung – Vorstellung der finalen Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe „Bäume“

Stand der Beratung

Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 22. Mai 2025

Beschluss

Beschlossen — einstimmig

am 22. Mai 2025 im Rat der Gemeinde Spiekeroog

Worum es ging

Der Gemeinderat nimmt die vorgestellten Arbeitsergebnisse zur Kenntnis. Die Verwaltung wird beauftragt, die Hinweise aus der Beratung aufzunehmen und in die weitere Ausarbeitung der Satzung und Begleitkonzepte einfließen zu lassen. Praktikantin Kim Herrmann stellt im Namen der Verwaltung die finalen Arbeitsstände der „AG -Bäume“ vor, die im Jahr 2023 im Zuge der vorbereitenden Maßnahmen zur Dorfentwicklung gegründet wurde. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, den Schutz und die Pflege des Baumbestands auf Spiekeroog zu stärken, die ökologische und gestalterische Bedeutung von Bäumen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und durch gezielte Neuanpflanzungen zur Biodiversität und Klimaanpassung beizutragen. Im Rahmen der heutigen Sitzung wurden folgende Inhalte zur Vorberatung präsentiert: Entwurf einer neuen Baumschutzsatzung Vorstellung eines Baumkatasters mit Dokumentation ortsbildprägender Bäume Vorschlag zur Beteiligung von Eigentümer*innen ortsbildprägender Bäume sowie eine erste Abschätzung möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen Entwurf eines Pflegekonzeptes für gemeindliche und – sofern möglich – private Bäume Nachpflanzkonzept zur schrittweisen Ergänzung des Baumbestandes Vorschläge zur Organisation und Umsetzung, insbesondere zu Kontrolle, Genehmigungspflicht bei Fällungen und Ersatzpflanzungen Es handelt sich um eine Vorberatung ohne Beschlussfassung. Ziel der Beratung ist die Einholung von Rückmeldungen, Änderungs- oder Ergänzungswünschen der Ratsmitglieder. Diese sollen in die weitere Ausarbeitung einfließen. Die finale Fassung der neuen Baumschutzsatzung wird voraussichtlich im übernächsten Sitzungslauf dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt. Von Seiten des Rates werden folgende Änderungsvorschläge und Anregungen gemacht: RM Goedecke hebt hervor, dass die illegale Fällung der Kastanie auf dem Sanders-Areal ein maßgeblicher Auslöser für die zügige Erarbeitung der neuen Baumschutzsatzung gewesen sei – insofern habe dieses bedauerliche Ereignis zumindest auch eine positive Folge gehabt. Sie berichtet von der kontroversen Diskussion in der Baum-AG zu § 2 Abs. 3 (Ausnahmetatbestände) und spricht sich dafür aus, auf generelle Ausnahmen zu verzichten. Auch vermeintlich „minderwertige“ Bäume könnten wichtige Lebensräume, insbesondere für Vögel, darstellen. Statt Ausnahmen solle über einen erweiterten Stammumfang für diese Baumarten als Schutzkriterium nachgedacht werden. BM Kösters erklärt, dass dies grundsätzlich vorstellbar sei, weist jedoch darauf hin, dass ein Baum nicht automatisch gefällt werde, nur weil er nicht unter Schutz steht. Z.B. seien Habitatsbäume, egal welcher Art, aufgrund anderer Rechtsvorschriften geschützt. Auf der Insel gebe es derzeit viele nicht geschützte Pappeln, Kiefern und Erlen – diese seien trotzdem weitgehend erhalten geblieben. § 6: Es besteht Einigkeit, dass der Begriff „AG-Bäume“ in der Satzung entfallen soll. Zudem soll klarstellend formuliert werden, dass Anträge an die Gemeinde zu richten sind. § 7 Abs. 2: Auch hier wird eine klarstellende Formulierung ergänzt, wonach Ersatzzahlungen an die Gemeinde zu leisten sind. § 7a: Es wird klargestellt, dass Baumkontrollen nicht beantragt werden müssen, sondern durch die Gemeinde automatisch erfolgen. BM Kösters regt an, die Pflegekosten für Baum-Ensembles zu deckeln. Die bisherige Kalkulation von etwa 3.000 € jährlich beruhe auf der Annahme, dass jeder Eintrag im Kataster als eigene Einheit gewertet wird. Das Aral der „Alten Inselkirche“ etwa umfasst 17 gelistete Bäume – diese wurden bislang als ein Ensemble betrachtet. Der Rat spricht sich dafür aus, alle Bäume unabhängig von ihrer Zuordnung zu einem Ensemble gleich zu behandeln. Für die endgültige Beschlussfassung soll eine angepasste Kostenermittlung vorgelegt werden. § 9: Art und Umfang von Ersatzmaßnahmen werden durch die Gemeinde festgelegt. BM Kösters dankt für die engagierte Beteiligung und die zahlreichen Anregungen. Er bittet alle Ratsmitglieder, das Baumkataster vor der finalen Beschlussfassung noch einmal sorgfältig zu prüfen, um spätere Korrekturen zu vermeiden. Sein Dank gilt insbesondere der Baum-AG und der mitwirkenden Praktikantin für die hervorragende Vorarbeit. Er informiert, dass sich die Gemeinde parallel bereits mit möglichen Ersatzpflanzungen befasst. Ziel sei es, noch im kommenden Winter erste Pflanzungen vorzunehmen. Zudem ruft er alle Grundstückseigentümer dazu auf, zu prüfen, ob in den letzten ca. 20 Jahren auferlegte Ersatzpflanzungen tatsächlich vorgenommen wurden. Stichproben hätten gezeigt, dass dies nicht immer der Fall sei. Es wäre wünschenswert, wenn Eigentümer sich freiwillig melden und die anstehenden Ersatzpflanzungen im Rahmen dieser Gelegenheit nachholen. Die Gemeinde wird entsprechende Angebote einholen. Eine Ersatzpflanzung inklusive Anwuchspflege gemäß Leitfaden wird mit ca. 1.000 € kalkuliert.

7Ja

ZusammenfassungAutomatisch · KI

Wie das funktioniert

Von Claude (KI) ausschließlich aus der Originalvorlage erstellt — kein amtlicher Text der Gemeinde. Verbindlich ist die verlinkte Originalvorlage.

Inselrelevanz
mittel

Die Gemeinde Spiekeroog bereitet eine neue Baumschutzsatzung vor und stellt dem Rat die finalen Entwürfe der Arbeitsgruppe Bäume zur Vorberatung vor. Präsentiert werden ein Satzungsentwurf, ein Baumkataster für ortsbildprägende Bäume, ein Pflege- und ein Nachpflanzkonzept sowie Regeln für Fällgenehmigungen und Ersatzpflanzungen. Der Rat soll Hinweise einbringen, die in die weitere Ausarbeitung einfließen. Die verabschiedungsreife Satzung soll voraussichtlich im September 2025 zur Abstimmung kommen.

Einordnung

Verwaltungsvorlage zur Vorberatung, eingebracht von der Verwaltung. Die Vorlage markiert die Vorberatungsphase vor dem geplanten Satzungsbeschluss im September 2025.

Hintergrund

Die Arbeitsgruppe Bäume wurde 2023 im Zuge der vorbereitenden Maßnahmen zur Dorfentwicklung gegründet. Erste Zwischenergebnisse stellte die Verwaltung bereits in der Sitzung vom 22. August 2024 vor. Ziel der Gruppe ist es, Baumschutz und Baumpflege auf der Insel zu stärken, die Artenvielfalt zu fördern und das Ortsbild zu sichern. Eine gültige Baumschutzsatzung besteht offenbar bisher nicht oder soll grundlegend erneuert werden.

Was bedeutet das für Insulaner:innen?

Grundeigentümer:innen auf Spiekeroog könnten künftig Fällungen genehmigen lassen müssen und zur Beteiligung an Pflegemaßnahmen für ortsbildprägende Bäume aufgefordert werden. Das Baumkataster erfasst besonders prägende Bäume auf der Insel; wessen Grundstück darin verzeichnet ist, wird direkt angeschrieben. Für alle Insulaner:innen und Gäste hat die Satzung Auswirkungen auf das Erscheinungsbild des Dorfes und die ökologische Qualität der Insel.

Die wichtigsten Punkte

  • Die Verwaltung legt Entwürfe für eine neue Baumschutzsatzung, ein Baumkataster, ein Pflegekonzept und ein Nachpflanzkonzept vor
  • Ein Baumkataster soll ortsbildprägende Bäume auf Spiekeroog erfassen und dokumentieren
  • Eigentümer:innen solcher Bäume sollen beteiligt werden; mögliche wirtschaftliche Auswirkungen werden erstmals abgeschätzt
  • Fällungen sollen künftig genehmigungspflichtig sein, Ersatzpflanzungen sind vorgesehen
  • Die endgültige Baumschutzsatzung soll voraussichtlich im September 2025 vom Rat beschlossen werden

KI-gestützt zusammengefasst, Stand 24. August 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.

Eckdaten

Aktenzeichen
01/030/2025
Typ
📄 Sitzungsvorlage
Anhänge
1 Dokument
Im Radar seit
19. Mai 2026
Zuletzt aktualisiert
24. August 2026
Original
Im Ratsinformationssystem öffnen ↗

Anlagen (1)

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    Sitzungsvorlage
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Beratungsfolge

  1. Rat der Gemeinde Spiekeroog22. Mai 2025, 22:00 UhrEntscheidungeinstimmig7:0:0

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