Die Kneipe 'Oll Kark' darf während der Fußball-WM 2026 Spiele auf ihrer Außenterrasse übertragen – auch nach 22 Uhr. Der Gemeinderat soll eine Ausnahme von der Lärmschutzverordnung genehmigen, die alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Finale sowie alle Vor- und Finalrundenspiele ab 21 und ab 22 Uhr umfasst, jeweils bis maximal Mitternacht. Als Auflagen sind Lärmschutzmaßnahmen, angemessene Lautstärke und rechtzeitige Information der Anwohner:innen vorgesehen.
Verwaltung & Beteiligung
Gemeindeverwaltung, Wahlen, Beteiligungsverfahren, Satzungen.
Die Gemeinde Spiekeroog ist eine niedersächsische Inselgemeinde mit acht Ratsmitgliedern, einem hauptamtlichen Bürgermeister und einer kleinen Verwaltung. Vieles, was anderswo zentral organisiert ist, läuft hier über Ehrenamt und Verträge.
Unter dieses Thema fallen Hauptsatzung und Geschäftsordnung, Wahlen (Kommunal, Bürgermeister), Beteiligungsverfahren, die Behandlung von Anfragen, Sondernutzungsrechte sowie der Feuerwehr-Bedarfsplan und Gemeindefuhrpark.
Auch alle formalen Tagesordnungspunkte einer Sitzung — Eröffnung, Beschlussfähigkeit, Niederschriften-Genehmigung — ordnen wir hier ein.
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Die Gemeinde Spiekeroog will den historischen Pferdebahnwagen als offiziellen Trauort für standesamtliche Eheschließungen einrichten. Die Hochzeitsgesellschaft fährt dabei gemeinsam mit der Standesbeamtin oder dem Standesbeamten vom Bahnhof zur Deichschart und zurück — die Zeremonie dauert rund 30 bis 40 Minuten. Für die Nutzung des Wagens wird eine zusätzliche Gebühr von 330 Euro erhoben. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, die organisatorischen und rechtlichen Schritte umzusetzen.
Der Gemeinderat Spiekeroog soll sich einer bundesweiten Resolution zur kommunalen Finanzkrise anschließen. Die Resolution fordert das Land Niedersachsen auf, den kommunalen Finanzausgleich um mindestens eine Milliarde Euro zu erhöhen, das Konnexitätsprinzip — also die Regel, dass wer Aufgaben überträgt auch die Kosten trägt — konsequent anzuwenden und sich beim Bund für eine Reform der Sozialleistungsfinanzierung einzusetzen. Spiekeroog hat bislang einen ausgeglichenen Haushalt, aber keine Rücklagen mehr und schrumpfende Spielräume. Der Beschlussvorschlag lautet: Der Rat schließt sich der Resolution an.
Die Kulturstiftung Spiekeroog will im Ortskern zwei kleine Stelen (je ca. 100 × 28 × 28 cm) aufstellen, die als Einstiegspunkte zu einem digitalen Audioguide über Spiekeroogs Baugeschichte dienen. Da die geplanten Standorte teilweise auf gemeindlichen Flächen liegen, braucht die Kulturstiftung die Zustimmung der Gemeinde. Kosten entstehen der Gemeinde nicht; das Projekt wird von der Kulturstiftung mit Fördermitteln finanziert. Der Rat soll die Aufstellung auf dem gemeinsamen Grundstück beim Inselmuseum sowie im Straßenbereich Süderloog/Südermenss genehmigen.
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog soll den Dorfentwicklungsplan der Dorfregion VierInseln abschließend beschließen. Der Plan ist das Ergebnis eines mehrstufigen Beteiligungsverfahrens mit Öffentlichkeit, Fachbehörden und allen beteiligten Kommunen. 36 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange wurden geprüft und eingearbeitet — vor allem zu Trinkwasser- und Deichschutz. Nach dem Ratsbeschluss reicht die Verwaltung die Unterlagen beim Amt für regionale Landesentwicklung zur Anerkennung ein.
Das Feuerwehrgerätehaus auf Spiekeroog soll umgebaut und erweitert werden — die Kosten sind gegenüber der ursprünglichen Planung gestiegen. Statt der bisher bereitgestellten 275.000 Euro rechnet die Verwaltung nun mit rund 302.260 Euro Gesamtkosten. Der Rat soll rund 28.000 Euro Mehrbedarf freigeben und den Verwaltungsausschuss ermächtigen, den Auftrag selbst zu vergeben, sobald Ausschreibungsergebnisse vorliegen.
Die Gemeinde Spiekeroog ändert ihre Gestaltungssatzungen für den Ortskern (Zone I) und den umliegenden Bereich (Zone II). Die Änderungen betreffen vor allem eine neue Kollisionsregelung zwischen Bebauungsplänen und Gestaltungssatzungen, die Zulassung alternativer Baumaterialien sowie die Korrektur von Fehlern aus der letzten Überarbeitung 2024. Inhaltlich wird das Erscheinungsbild des Ortes nicht neu ausgerichtet. Der Rat soll die Aufstellung beschließen und die öffentliche Beteiligung einleiten.
Die Gemeinde überprüft ihre Lärmschutzverordnung (SpLärmSchVO) und will sie an die heutige Praxis anpassen. Vier Bereiche stehen im Fokus: Bauzeiten, ruhestörende Tätigkeiten in Gebäuden, Lärm aus Gaststätten sowie Feuerwerksregelungen. Die Sitzung dient zunächst nur der gemeinsamen Bestandsaufnahme — eine konkrete Neufassung wird danach von der Verwaltung erarbeitet. Der Beschlussvorschlag beauftragt die Verwaltung, die Beratungsergebnisse aufzunehmen und einen überarbeiteten Entwurf vorzulegen.
Die Gemeinde Spiekeroog bewirbt sich gemeinsam mit der Jade Hochschule und weiteren Partnern um Bundesfördermittel für das Projekt „KRIse
Der Rat soll zwei stimmberechtigte Beisitzerinnen in den Schulausschuss berufen: Anna Rau als Elternvertreterin und Lina Edenharter als Schülerinnenvertreterin der Inselschule. Beide wurden von der jeweiligen Gruppe gewählt und von der Schule vorgeschlagen. Der Beschlussvorschlag folgt direkt dem gesetzlichen Verfahren nach § 110 Niedersächsisches Schulgesetz.
Damit das Feuerwehrgerätehaus erweitert werden kann, muss die Gemeinde eine sogenannte Abstandsbaulast auf einem Nachbargrundstück eintragen lassen. Der geplante nördliche Anbau (Umkleidebereiche) hält den bauordnungsrechtlich vorgeschriebenen Mindestabstand zur nördlichen Grundstücksgrenze nicht ein. Das Nachbargrundstück gehört dem Land Niedersachsen; die Entschädigung beträgt 155 Euro pro Quadratmeter für die betroffenen 19 Quadratmeter. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, die Baulast einzutragen und die Vereinbarung mit dem Land abzuschließen.
Zwei Müllentsorgungsfirmen beantragen, ihre insgesamt vier überbreiten Anhänger (Breiten zwischen 2,27 m und 2,50 m) dauerhaft auf Spiekeroog einzusetzen. Die Anhänger überschreiten die in der gemeindlichen KfZ-Richtlinie erlaubte Maximalbreite von 2,10 m. Der Rat soll nun entscheiden: Genehmigung unter Auflagen, Ablehnung oder Zurückstellung zur Nachforderung von Belegen für die betriebliche Notwendigkeit.
Der Rat soll den Entwurf des Dorfentwicklungsplans für die Dorfregion VierInseln (Spiekeroog, Wangerooge, Juist, Baltrum) freigeben und dessen öffentliche Auslegung beschließen. Der Plan legt strategisch fest, welche Projekte in den kommenden Jahren mit Landesförderung umgesetzt werden sollen. Zugleich soll Spiekeroog die Federführung für eine professionelle Umsetzungsbegleitung bis 2034 übernehmen — mit einem jährlichen Eigenanteil von rund 1.563 Euro für die Gemeinde. Der Beschlussvorschlag sieht außerdem vor, dass die Verwaltung Förderantrag, Ausschreibung und eine interkommunale Vereinbarung mit den anderen Inselgemeinden vorbereitet.
Der Rat soll den Startschuss für das europaweite Ausschreibungsverfahren zum Glasfaserausbau auf Spiekeroog geben. Die finalen Vergabeunterlagen liegen vor; alle zuvor politisch abgestimmten Punkte — darunter Zuschlagskriterien, Vertragslaufzeit und technische Details — sind eingearbeitet. Das Projekt umfasst ein Unterseekabel zur Festlandsanbindung und den vollständigen Ausbau bis zu den Hausanschlüssen. Der Beschlussvorschlag lautet: Vergabeverfahren auf Basis dieser Unterlagen einleiten.
Die Verwaltung legt dar, warum ein generelles Feuerwerksverbot auf Spiekeroog rechtlich nicht möglich ist, und empfiehlt, auf Verbote zu verzichten. Nach dem Silvester 2025/26 gingen Beschwerden über Feuerwerk in Dorfplatznähe ein. Der Rat soll die rechtliche Lage zur Kenntnis nehmen und die Verwaltung beauftragen, weiterhin für freiwillige Zurückhaltung zu werben.
Die Verwaltung beantragt für fünf Veranstaltungen im Jahr 2026 Ausnahmen von der Nachtruhe, die ab 22 Uhr gilt. Betroffen sind Tanz in den Mai, Pfingstregatta, Public Viewing, das 50. Bäderturnier und das Dorffest — mit genehmigten Zeiten bis maximal 2:30 Uhr. Der Rat soll die Ausnahmen en bloc beschließen, verbunden mit Lärmschutzauflagen und Informationspflicht gegenüber Anwohner:innen.
Die Gemeinde will die beiden ehemaligen Telefonzellen am Lüttpad 4 und Westerloog 2 für je 10 Euro von der Deutschen Telekom kaufen und dauerhaft gemeinwohlorientiert nutzen. Die Telekom hatte frühere Übernahmeanfragen abgelehnt, bietet den Verkauf jetzt aber an — alternativ würden die Zellen noch im ersten Quartal 2026 abgebaut. Der Rat soll den Kauf beschließen und die Verwaltung beauftragen, den Kaufvertrag abzuschließen.
Der Rat soll Gestaltungsempfehlungen für private Sanierungs- und Bauvorhaben auf Spiekeroog zur Kenntnis nehmen, die im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms erarbeitet wurden. Die Empfehlungen gelten als Prüfgrundlage, wenn Privateigentümer:innen Fördermittel aus dem Programm Dorfentwicklung beantragen. Ein Projektarbeitskreis hat den Entwurf vorab auf Inseleignung geprüft und Änderungsbedarf benannt. Der Rat soll die Rückmeldung an das Planungsbüro absegnen.
Die Verwaltung legt dem Gemeinderat einen strukturierten Überblick über Kernaufgaben und geplante Schwerpunkte für 2026 vor. Dabei blickt sie auch auf das Jahr 2025 zurück. Konkrete Prioritäten und Richtungsweisungen sollen in der Sitzung gemeinsam mit dem Rat formuliert werden.
Der Betreiber des 'Wattn Koophuuses' möchte seinen Laden künftig in den Tagesrandzeiten ohne Personal — also autonom — betreiben. Geplant sind Öffnungszeiten etwa eine Stunde vor und zwei bis drei Stunden nach den regulären Zeiten, gesichert durch eine Nutzerschranke, Kameras und ein angepasstes Kassensystem. Zwischen 21 und 7 Uhr soll der Laden geschlossen bleiben. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Rat der Verwaltung ein positives Stimmungsbild übermittelt, damit eine befristete Erprobung starten kann — mit anschließender Rückmeldung an den Rat.
Die Gemeinde Spiekeroog will das Feuerwehrhaus umbauen und erweitern und hat am 2. Dezember 2025 den Bauantrag beim Landkreis Wittmund eingereicht. Der Landkreis hat die Gemeinde um eine Stellungnahme gebeten. Da keine Befreiung vom Bebauungsplan und keine Abweichung von der Niedersächsischen Bauordnung beantragt wurde, verzichtet die Gemeinde auf eine eigene Stellungnahme. Der Rat soll die Bauvorlage billigend zur Kenntnis nehmen.
Der Rat soll beschließen, die förmliche Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zur 8. Änderung des Flächennutzungsplans durchzuführen. Die Änderung betrifft eine rund 0,86 Hektar große Fläche am westlichen Rand des Inseldorfs zwischen der Straße „Westend
Die Gemeinde Spiekeroog startet das europaweite Ausschreibungsverfahren für den Glasfaserausbau auf der Insel. Das Projekt umfasst ein Unterseekabel zur Festlandsanbindung und Hausanschlüsse für alle Gebäude. Im Sommer 2026 soll ein Telekommunikationsanbieter ausgewählt werden. Der konkrete Beschlussvorschlag wird erst in der Sitzung formuliert.
Ein Architektenbüro stellt dem Rat seinen Entwurf für das sogenannte Sanders Quartier im Ortskern Spiekeroog vor. Der Entwurf sieht vor, den bestehenden Gebäudebestand weitgehend zu erhalten und durch wenige kleinteilige Neubauten zu ergänzen. Ein formelles Planverfahren wurde noch nicht eingeleitet. Der Rat soll die Vorstellung lediglich zur Kenntnis nehmen.
Die Gemeinde Spiekeroog beschließt ihren Haushalt für 2026 mit einem ausgeglichenen Ergebnishaushalt. Einzahlungen von rund 6,4 Millionen Euro stehen Auszahlungen von rund 6,76 Millionen Euro gegenüber; neue Kredite werden nicht aufgenommen. Das größte Einzelprojekt ist der Umbau des Feuerwehrgerätehauses, für den 2026 weitere 150.000 Euro eingeplant sind. Der Rat soll die Haushaltssatzung in der vorgelegten Fassung beschließen.