Beratung und Beschluss über eine weitere Gebührenvariante zur Einführung des Ganztagskindergartens
Stand der Beratung
Einstimmig beschlossen · Ausschuss für Kindergarten, Jugend, Familie und Senioren der Gemeinde Spiekeroog · 31. Januar 2017
Beschlossen — einstimmig
am 31. Januar 2017 im Ausschuss für Kindergarten, Jugend, Familie und Senioren der Gemeinde Spiekeroog
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDer Ausschuss berät, welches Gebührenmodell beim geplanten Ganztagskindergarten gelten soll. Die Verwaltung legt nach Gesprächen mit Elternvertretern zwei Varianten vor: eine wirtschaftliche (höhere Grundgebühr, geschätzte Mehreinnahmen rund 10.500 Euro) und eine soziale (niedrigere Grundgebühr, nur rund 3.460 Euro Mehreinnahmen). Der Ausschuss soll entscheiden, ob beide Varianten dem Rat vorgelegt werden oder nur die ursprüngliche Version.
Einordnung
Beschlussvorlage der Verwaltung, eingebracht im Ausschuss für Kindergarten, Jugend, Familie und Senioren. Es handelt sich um eine Folgeberatung zur geplanten Einführung des Ganztagsbetriebs im Kindergarten „Lütt Insulaners
Hintergrund
Der Kindergarten soll von bisher 30 bzw. 25 Stunden pro Woche auf 38,5 Stunden täglich bis 17 Uhr ausgeweitet werden. Eine erste Gebührenvariante lag bereits seit Oktober 2016 vor. Nach Rückmeldungen aus dem Rat und einem Treffen mit Elternvertretern im Januar 2017 hat die Verwaltung die Berechnungen überarbeitet und stellt nun zwei überarbeitete Modelle gegenüber.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Familien mit Kindern im Kindergarten zahlen künftig einkommensabhängige Gebühren, die sich durch den Ganztagsbetrieb erhöhen. Wie stark, hängt vom gewählten Modell ab: Die wirtschaftliche Variante belastet Eltern stärker, die soziale senkt die Grundgebühr um 17 Prozent und erhöht nur den Ganztags-Anteil. Wer das Ganztags-Angebot nicht nutzt, zahlt bei der sozialen Variante weniger als bisher.
Die wichtigsten Punkte
- Die wirtschaftliche Variante lässt die Grundgebühr unverändert und schlägt einen Ganztagszuschlag von bis zu 111 Euro pro Kind auf
- Die soziale Variante senkt die Grundgebühr um 17 Prozent und setzt einen höheren Ganztagsanteil an
- Bei der wirtschaftlichen Variante erwartet die Gemeinde rund 10.500 Euro Mehreinnahmen pro Jahr, bei der sozialen nur rund 3.460 Euro
- Die Gesamtkosten des Ganztagsbetriebs (Personal, Umbau, Anschaffungen) liegen bei rund 29.000 Euro, denen Zuschüsse von Land und Betriebskostenzuschüsse gegenüberstehen
- Entscheidet sich der Rat für die soziale Variante, empfiehlt die Verwaltung eine Grundgebührenerhöhung zum 1. Januar 2018
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/012/2017
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 3 Dokumente
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (3)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-868 kB
- 📄2 Gebührenvarianten Reduzierung GrundbetragPDF; CHARSET=UTF-811 kB
- 📄Gebührenvarianten Stand 24.01.17PDF; CHARSET=UTF-811 kB
Beratungsfolge
- Ausschuss für Kindergarten, Jugend, Familie und Senioren der Gemeinde Spiekeroog31. Januar 2017, 20:00 UhrEntscheidungeinstimmig
Verwandte Vorlagen
Die Gemeinde Spiekeroog berät über die Einführung eines Ganztagskindergartens und soll darüber einen Beschluss fassen. Aus dem Titel geht hervor, dass es sich um eine Folgeberatung handelt — ein „weiteres Vorgehen
Die Gemeinde Spiekeroog überarbeitet die Gebührensatzung für ihren Kindergarten und legt eine Neufassung zur Beschlussfassung vor. Der Rat soll die neuen Regelungen zu Betreuungsgebühren beschließen. Einzelheiten zu konkreten Gebührenhöhen oder Änderungen liegen ohne PDF nicht vor.
Die Gleichstellungsbeauftragte Kösters beantragt, die Debatte über die Kindergartengebühren neu aufzurollen. Im Februar 2017 hatte der Rat die höhere Gebührenvariante beschlossen – mit dem Argument, Arbeitgeber könnten den Eltern einen Zuschuss zahlen. Dieses Argument ist weggefallen: Die Satzung des Arbeitgeberverbandes Niedersachsen verbietet solche Zuschüsse als übertarifliche Leistung. Der Rat soll nun beschließen, die Diskussion wieder aufzunehmen und erneut abzustimmen.
Der Kindergarten 'Lütt Insulaners' verliert ab Mitte November seine bisherige Mittagsversorgung, weil das Haus Winfried in die Winterschließung geht. Der Rat muss entscheiden, ob das Haus Winfried trotzdem weiterkochen soll oder ob Dünenklink bzw. Herman-Lietz-Schule einspringen. Offen ist außerdem, wer die Transportkosten trägt: die Gemeinde oder die Eltern über einen Aufschlag pro Mittagessen.