Glasfaserausbau auf der Insel Spiekeroog
Stand der Beratung
Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 26. Januar 2023
Beschlossen — einstimmig
am 26. Januar 2023 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog unterstützt das Vorhaben und beauftragt den Bürgermeister, entsprechende Voruntersuchungen zu erstellen. Im Haushalt der Gemeinde wird eine Kostenbeteiligung in Höhe von EUR 5.000 (brutto) eingeplant. Das Konzept ist zeitnah zu beauftragen und dem Gemeinderat vorzustellen. BM Kösters stellt den Sachverhalt vor. Das Kabelnetz auf der Insel ist inzwischen über 30 Jahre alt. Die Festnetzversorgung funktioniert über Richtfunk. Das Problem ist, dass das Netz langsam marode ist und auf Glasfaserkabel umgestellt werden soll. Es gibt eine Förderkulisse für den Ausbau, allerdings wurden bisher keine Anträge gestellt. Es ist ein sehr umfangreiches Projekt, insbesondere die Antragstellung in Bezug auf die Fördermittel. Auch die Glasfaseranbindung zum Festland wäre förderfähig. Der Ausbau soll konzeptionell vorbereitet und begleitet werden. Das Projekt soll im Rahmen einer Voruntersuchung vorgeplant werden, um die richtige Vorgehensweise für die Insel zu finden. Da es noch keinen Haushalt gibt, sollen jetzt die genannten Kosten beschlossen werden, damit erste Planungen erstellt werden können. BM Kösters stellt zudem fest, dass es im Beschlussvorschlag im letzten Satz nicht „erstellen“ heißen soll, sondern „beauftragen“. Der Beschlussvorschlag wird mit der Änderung einstimmig beschlossen.
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Gemeinde Spiekeroog will das rund 30 Jahre alte Koaxialkabelnetz durch ein modernes Glasfasernetz ersetzen und dafür Bundesfördermittel nutzen. Zunächst soll ein externer Dienstleister eine Voruntersuchung erarbeiten, die Ausgangslage, Förderoptionen und Lösungswege aufzeigt. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Rat das Vorhaben unterstützt, den Bürgermeister mit der Beauftragung dieser Voruntersuchung betraut und dafür 5.000 Euro brutto in den Haushalt einstellt.
Einordnung
Beschlussvorlage der Verwaltung (Wirtschaftsförderung), eingebracht zur Erstberatung im Rat der Gemeinde Spiekeroog am 26. Januar 2023. Es handelt sich um die erste formale Stufe eines mehrstufigen Infrastrukturprojekts.
Hintergrund
Die Nordseebad Spiekeroog GmbH (NSB), ein gemeindeeigener Betrieb, betreibt ein etwa 30 Jahre altes Koaxialkabelnetz, über das ein externer Anbieter TV, Internet und Telefon liefert. Ohne umfangreiche Sanierung ist ein Weiterbetrieb nicht möglich. Der Bund hat ein Förderprogramm für den Glasfaserausbau aufgelegt, das die Gemeinde nutzen möchte, um das Netz vollständig zu ersetzen und eine Glasfaserverbindung zum Festland herzustellen.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Alle Insulaner:innen sind potenziell betroffen: Das bestehende Netz für TV, Internet und Telefon steht ohne Eingriff vor dem Ausfall. Ein Glasfasernetz würde die digitale Versorgung langfristig sichern und verbessern. Ob und wie sich das auf Gebühren oder Angebote auswirkt, soll erst das zu beauftragende Konzept klären.
Die wichtigsten Punkte
- Das rund 30 Jahre alte Koaxialkabelnetz der NSB ist ohne Sanierung nicht mehr betreibbar
- Die Gemeinde will das Netz durch Glasfaser ersetzen und dabei Bundesfördermittel beantragen
- Ein externer Dienstleister soll zunächst eine Voruntersuchung mit Förder- und Lösungsoptionen erarbeiten
- Für die Voruntersuchung sind 5.000 Euro brutto im Gemeindehaushalt vorgesehen
- Das fertige Konzept soll dem Gemeinderat zur Entscheidung über den eigentlichen Förderantrag vorgestellt werden
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/013/2023
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8114 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Die Gemeinde Spiekeroog startet das europaweite Ausschreibungsverfahren für den Glasfaserausbau auf der Insel. Das Projekt umfasst ein Unterseekabel zur Festlandsanbindung und Hausanschlüsse für alle Gebäude. Im Sommer 2026 soll ein Telekommunikationsanbieter ausgewählt werden. Der konkrete Beschlussvorschlag wird erst in der Sitzung formuliert.
Der Rat soll den Startschuss für das europaweite Ausschreibungsverfahren zum Glasfaserausbau auf Spiekeroog geben. Die finalen Vergabeunterlagen liegen vor; alle zuvor politisch abgestimmten Punkte — darunter Zuschlagskriterien, Vertragslaufzeit und technische Details — sind eingearbeitet. Das Projekt umfasst ein Unterseekabel zur Festlandsanbindung und den vollständigen Ausbau bis zu den Hausanschlüssen. Der Beschlussvorschlag lautet: Vergabeverfahren auf Basis dieser Unterlagen einleiten.
Die Gemeinde soll eine Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis Wittmund unterzeichnen, die Konzeption, Durchführung und Finanzierung des Glasfaser-Breitbandausbaus (NGA) regelt. Der Rat wird gebeten, der Unterzeichnung zuzustimmen.
Die Gemeinde will die gesamte Straßenbeleuchtung Spiekeroogs auf moderne LED-Technik umrüsten. Die bisherigen Leuchten sind veraltet und nur noch mit Notbehelfen funktionsfähig. Dafür hat die Gemeinde einen Bundesförderbescheid über rund 20.053 Euro erhalten — 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 87.139 Euro; rund 70.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, das Projekt bis zum 31. März 2018 abzuschließen.