Umweltausschuss der Gemeinde Spiekeroog
Der Umweltausschuss berät Vorlagen zu Umwelt, Natur- und Küstenschutz und bereitet dazu Beschlüsse für den Rat vor.
15 Sitzungen · 0 kommend
Abstimmungsverhalten
26 Beschlussse insgesamt · 58 % einstimmig
- Einstimmig:
- 15
- Mehrheitlich:
- 6
- Abgelehnt:
- 0
- Andere:
- 5
Nicht-einstimmige Beschlüsse
- Ergänzung der Baumschutzsatzung und Aktualisierung und Modernisierung des Baumkatasters01/021/2022 · 10. März 2022 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 17.03.20219. September 2021 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 20.02.201915. August 2019 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 28.11.201820. Februar 2019 · mehrheitlich
- Stellungnahme zur Jagdzeitverordnung01/058/2014 · 21. August 2014 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 27.02.21. August 2014 · mehrheitlich
Sitzungen
Vorlagen aus diesem Gremium
Die Gemeinde Spiekeroog soll ihr Verbrauchsmaterial auf nachhaltige, ökologische und sozialverträgliche Produkte umstellen. Begonnen werden soll mit Recyclingpapier (Blauer Engel) für Druck, Briefumschläge und Toilettenpapier; mittelfristig folgen fairer Kaffee und Tee sowie ökologische Reinigungsmittel. Der Antrag wurde von Ratsmitglied Friederike Goedecke eingebracht und durchläuft Umweltausschuss, Verwaltungsausschuss und Rat.
Ratsmitglied Goedecke beantragt, die Baumschutzsatzung von 2006 zu ergänzen und das Baumkataster zu digitalisieren und aktuell zu halten. Die Satzung regelt bisher nicht konkret, wo und wann Ersatzpflanzungen oder Ausgleichszahlungen erfolgen müssen. Das Baumkataster wurde seit 2006 kaum gepflegt und liegt nur in veralteter Papierform vor. Der Verwaltungsausschuss ergänzte den Beschlussvorschlag: Die Verwaltung soll zunächst ein Konzept entwickeln und es dem Rat zur Entscheidung vorlegen.
Ratsmitglied Friederike Goedecke beantragt, die acht im Dorf aufgestellten Bodenascher für Zigarettenkippen sofort abzubauen und durch ein umweltgerechteres System zu ersetzen. Die vorhandenen Ascher leiten bei Regen Giftstoffe direkt in den umliegenden Boden — ein Problem für das Grundwasser, das Spiekeroog auch zur Trinkwasserversorgung nutzt. Als Ersatz schlägt der Antrag einen Beitritt zum Verein TobaCycle vor, der wetterfeste Außenascher liefert und die gesammelten Kippen recycelt. Kosten könnten über eine Kooperation mit der NSB und dem Nachhaltigkeitsbeitrag gedeckt werden.
Die Universität Oldenburg plant, am Spiekerooger Hundestrand einen 13 Meter langen Messpfahl aufzustellen — 7 Meter sichtbar über dem Sand, 5 Meter tief verankert. Der Pfahl ist Teil des von der DFG geförderten Forschungsprojekts DynaDeep, das unterirdische Wasser- und Stoffflüsse an Hochenergiestränden untersucht. Da kein Baugenehmigungsverfahren nötig ist, informiert die Verwaltung Umweltausschuss, Bauausschuss und Rat erstmals ausführlich über das Vorhaben und offene Fragen zur Logistik und Sicherheit.
Die Gemeinde Spiekeroog positioniert sich im Beteiligungsverfahren zur neuen Nordsee-Befahrensverordnung des Bundes — einer Verordnung, die regelt, wer wo im Wattenmeer fahren und surfen darf. Die vorgeschlagenen Kitezonen rund um Spiekeroog passen nach Einschätzung der Gemeinde nicht zu den örtlichen Gegebenheiten; Sandwanderungen haben bisherige Bereiche unnutzbar gemacht, und der Bereich am Damenpad liegt mitten im Badegebiet. Der Rat soll eine Stellungnahme beschließen, die konkrete Alternativzonen benennt. Der genaue Beschlusstext sollte erst in der Sitzung formuliert werden.
Die Gemeinde Spiekeroog beantwortet eine Bürgerfrage aus der Ratssitzung vom 14.01.2021: Kann die Gemeinde Schilder mit der Aufschrift Dünen nicht betreten aufstellen, nachdem der NLWKN diese nicht mehr erneuert? Das Ergebnis der Abklärung bei NLPV und NLWKN lautet: Nein. Beide Behörden sehen dafür keine Notwendigkeit, und die Gemeinde ist für diese Flächen nicht zuständig.
Der Rat soll eine Lichtleitlinie beschließen, die Spiekeroog auf dem Weg zur offiziell anerkannten Sternenparkinsel voranbringt. Die Leitlinie regelt verbindlich die öffentliche Beleuchtung und gibt Empfehlungen für private und gewerbliche Beleuchtung. Sie ist ein zwingend erforderlicher Bestandteil des Antrags bei der International Darksky Association (IDA). Der Beschlussvorschlag sieht vor, die Lichtleitlinie als Teil des Vorentwurfs und später des Hauptantrags bei der IDA zu beschließen.
Die Gemeinde Spiekeroog soll der formalen Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer beitreten. Der Rat entscheidet über die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Bereiche der Insel außerhalb der Ruhe- und Zwischenzonen des Nationalparks würden damit Teil der Entwicklungszone. Laut Niedersächsischem Umweltministerium entstehen den Gemeinden dadurch keine Nachteile oder zusätzliche Einschränkungen.
Der Umweltausschuss berät, welche Umweltvorgaben der Bauleitplaner für das neue Wohngebiet Achter d Utkiek im nördlichen Dorfbereich erhalten soll. Der Rat hatte zuvor den Aufstellungsbeschluss für einen neuen Bebauungsplan in diesem Gebiet gefasst. Das Plangebiet wird gegenüber einem früheren Entwurf nach Westen bis an den Bebauungsplan Kurzentrum erweitert. Der Ausschuss soll Hinweise zu Umweltbelangen und zur Anpassung an die bestehende Bebauung formulieren.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat die Planunterlagen für den geplanten Offshore-Windpark Gode Wind 3 in der deutschen Nordsee-Wirtschaftszone öffentlich ausgelegt. Die Gemeinde Spiekeroog erhält mit dieser Informationsvorlage Kenntnis von der Bekanntmachung. Einwendungen gegen das Vorhaben konnten bis spätestens 14. August 2020 beim BSH eingereicht werden.