Der Rat der Gemeinde Spiekeroog soll den Dorfentwicklungsplan der Dorfregion VierInseln abschließend beschließen. Der Plan ist das Ergebnis eines mehrstufigen Beteiligungsverfahrens mit Öffentlichkeit, Fachbehörden und allen beteiligten Kommunen. 36 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange wurden geprüft und eingearbeitet — vor allem zu Trinkwasser- und Deichschutz. Nach dem Ratsbeschluss reicht die Verwaltung die Unterlagen beim Amt für regionale Landesentwicklung zur Anerkennung ein.
Küstenschutz & Klima
Deichschutz, Hochwasservorsorge, Klimaanpassung an der Küste.
Spiekeroog liegt mitten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und ist von Natur aus in Bewegung: Die Insel wandert ostwärts, der Meeresspiegel steigt, Sturmfluten treffen die Düne und die Promenade.
Kommunalpolitisch geht es selten um den Deich (der ist Landessache), aber regelmäßig um Strandauffüllungen, Buhnenpflege, Hochwasservorsorge und Klimaanpassungs-Konzepte. Auch Energiewende-Themen wie Photovoltaik auf Inselgebäuden oder das geplante Wärmenetz tauchen hier auf.
Konsens ist meist, dass Schutz nötig ist. Strittig wird es, sobald Kosten, Bauoptik oder das Verhältnis zu Naturschutz-Zielen ins Spiel kommen.
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Die Gemeinde Spiekeroog bewirbt sich gemeinsam mit der Jade Hochschule und weiteren Partnern um Bundesfördermittel für das Projekt „KRIse
Spiekeroog sammelt gemeinsam mit Rat und Bürgerschaft erste Projektideen für das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm "VierInseln". Die Insel ist zusammen mit Baltrum, Wangerooge und Juist als Dorfregion aufgenommen worden. Nur Projekte, die rechtzeitig in den Dorfentwicklungsplan aufgenommen werden, können ab 2026 Fördergelder erhalten. Bis Herbst 2025 soll eine Auswahl kommunaler Vorhaben feststehen.
Die Gemeinde Spiekeroog soll federführend einen Dorfentwicklungsplan für die Inselregion „VierInseln
Die Gemeinde Spiekeroog berät über eine Gestaltungsrichtlinie für Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf der Insel. Die Richtlinie soll vermutlich Vorgaben zu Aussehen, Lage und Ausführung von Solaranlagen festlegen. Ein Beschlussvorschlag liegt dem Titel nach vor, der genaue Inhalt ist mangels PDF nicht bekannt.
Die Gemeinde Spiekeroog befasst sich mit der Oberflächenentwässerung und einem Generalentwässerungsplan. Ein solcher Plan legt fest, wie Regenwasser auf der Insel gesammelt, abgeleitet und bewirtschaftet wird. Der Beschlussvorschlag ist nicht bekannt, da kein Vorlagentext vorliegt.
Die Gemeinde Spiekeroog berät über die Installation einer Photovoltaikanlage. Nähere Details zu Standort, Größe und Kosten liegen nur aus dem Titel vor.
Die Verwaltung schlägt vor, das seit 2021 geplante Bauprojekt einer Deichrampe im Gebiet Achter d'Diek aufzugeben. Stattdessen soll die Wendesituation dort mit einfachen Mitteln verbessert werden; die bisherigen Planungen werden gesichert und können bei künftigen Vorhaben in dem Gebiet wieder aufgegriffen werden. Hintergrund sind erhebliche Verzögerungen, behördliche Auflagen des NLWKN sowie gestiegene Baukosten, die die Verwaltung an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme zweifeln lassen.
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog soll eine Resolution gegen den Betrieb von LNG-Terminals (Flüssiggas-Importanlagen) in der Jade bei Wilhelmshaven beschließen. Die Resolution richtet sich an Bundeskanzler, Bundesumweltministerin sowie Niedersächsischen Ministerpräsidenten und Umweltminister. Hauptsorgen sind die langfristige Bindung an fossile Energieträger bis 2043 und die Einleitung von Bioziden ins Wattenmeer durch das Schiff „Höegh Esperanza
Der Gemeinderat Spiekeroog soll eine Resolution gegen die LNG-Terminals in Wilhelmshaven beschließen und den Bürgermeister zur Unterzeichnung und Versendung an Bundes- und Landesregierung beauftragen. Die Resolution richtet sich gegen die Einleitung von Bioziden durch das Flüssiggasschiff „Höegh Esperanza
Der Rat soll entscheiden, ob Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen auf inseltypischen Veranden erlaubt werden dürfen. Die geltende Baugestaltungssatzung I schreibt für Veranden-Dächer ausdrücklich Dachpappe vor, was Solaranlagen ausschließt. Der Bauausschuss hat am 11. August 2022 empfohlen, solche Anlagen auf inseltypischen Veranden weiterhin nicht zuzulassen.
Ein privater Eigentümer möchte auf mehreren eigenen Immobilien auf Spiekeroog Photovoltaik-Anlagen errichten. Weil auf dem betreffenden Gebiet eine Veränderungssperre gilt, braucht er eine Ausnahmegenehmigung nach § 14 Abs. 2 BauGB. Die Verwaltung sieht keine öffentlichen Belange, die dagegensprechen. Der Beschlussvorschlag lautet, das gemeindliche Einvernehmen zur Ausnahme zu erteilen.
Ein privater Eigentümer möchte eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach errichten. Weil auf dem betroffenen Gebiet eine Veränderungssperre gilt, braucht er dafür eine Ausnahmegenehmigung. Die Verwaltung sieht keine entgegenstehenden öffentlichen Belange und schlägt vor, das Einvernehmen zu erteilen.
Ein Privathaushalt am Lütt Slurpad 5 möchte eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach errichten. Weil für das Gebiet eine Veränderungssperre gilt, braucht das Vorhaben eine förmliche Ausnahme. Die Verwaltung sieht keine öffentlichen Belange, die dagegensprechen, und schlägt vor, die Ausnahme zu erteilen.
Die Baukosten für die Deichrampe in Achter d'Diek steigen um 25 Prozent — rund 27.000 Euro mehr als geplant. Der beauftragte Unternehmer begründet das mit der erheblichen Preissteigerung im Bau- und Energiesektor; Verzögerungen entstanden auch durch fehlende Genehmigungen und ein enges Bauzeitfenster. Ohne die Mehrkosten würde er den Auftrag nicht ausführen, was mittelfristig einen kostspieligeren Komplettneubau der Spitzkehre am Deichfuß nach sich ziehen könnte. Der Rat soll die überplanmäßigen Ausgaben genehmigen und aus der Rücklage finanzieren.
Die Gemeinde informiert den Bauausschuss über geplante Bau- und Bodenarbeiten im Sommer 2022, die nach der Spiekerooger Lärmschutzverordnung als Ausnahmen eingestuft werden. Konkret geplant sind eine Bodenerneuerung in der Bauhofhalle (innerhalb des Gebäudes) und Arbeiten an der östlichen Deichrampe. Die Arbeiten sollen ohne größere Lärmemissionen stattfinden; betroffene Anwohner:innen werden vorab informiert.
Die Gemeinde Spiekeroog, die Nordseebad Spiekeroog GmbH und die Hermann Lietz-Schule wollen die Insel gemeinsam auf regenerative Energieversorgung umstellen — so autark wie möglich. Als ersten Schritt soll ein kompaktes Klimaschutzkonzept erarbeitet werden, das Ziele und Strategien definiert. Das Konzept soll zu 90 Prozent gefördert werden; den Eigenanteil teilen die drei Partner zu je einem Drittel. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, dieses Klimaschutzkonzept gemeinsam mit den Partnern und unter Einbeziehung des Umweltausschusses zu entwickeln.
Die Universität Oldenburg will einen Seecontainer auf einem fahrbaren Auflieger befristet am Nordstrand aufstellen, um Grundwasserströmungsmuster unter dem Strand zu erforschen. Im Sommer steht die Anlage am Dünenfuß der Schutzdüne, im Winter während der Sturmflutsaison auf dem Gelände der Hermann-Lietz-Schule. Die Nationalparkverwaltung hat bereits zugestimmt. Der Gemeinderat soll das baurechtliche Einvernehmen erteilen — ausdrücklich nur für den Container mit Auflieger, nicht für etwaige Festinstallationen.
Die Universität Oldenburg plant, am Spiekerooger Hundestrand einen 13 Meter langen Messpfahl aufzustellen — 7 Meter sichtbar über dem Sand, 5 Meter tief verankert. Der Pfahl ist Teil des von der DFG geförderten Forschungsprojekts DynaDeep, das unterirdische Wasser- und Stoffflüsse an Hochenergiestränden untersucht. Da kein Baugenehmigungsverfahren nötig ist, informiert die Verwaltung Umweltausschuss, Bauausschuss und Rat erstmals ausführlich über das Vorhaben und offene Fragen zur Logistik und Sicherheit.
Eine Privatperson beantragt, auf der Südseite eines Gebäudes eine Photovoltaikanlage zur solaren Warmwasserbereitung zu installieren. Weil auf Spiekeroog seit November 2021 eine Veränderungssperre gilt, braucht es eine formale Ausnahme — obwohl die Anlage nach niedersächsischem Baurecht eigentlich genehmigungsfrei wäre. Die Verwaltung sieht keine entgegenstehenden öffentlichen Belange und schlägt vor, die Ausnahme zu erteilen.
Der Betreiber der Pizza-Bar-Bahnhof (Westerloog 17 / Lütt Slurpad 11) beantragt, eine Photovoltaikanlage zur Warmwasserbereitung auf dem Dach eines Nebengebäudes zu installieren. Da seit November 2021 eine Veränderungssperre für das Plangebiet gilt, muss der Rat einer Ausnahme zustimmen. Die Verwaltung sieht keine entgegenstehenden öffentlichen Belange und schlägt vor, das Einvernehmen zu erteilen.
Ein Antragsteller möchte eine Photovoltaikanlage zur solaren Warmwasseraufbereitung auf einer Dachfläche von 84 m² anbringen. Weil seit November 2021 eine Veränderungssperre gilt, braucht er dafür eine Ausnahme — obwohl die Maßnahme nach niedersächsischem Bauordnungsrecht sonst genehmigungsfrei wäre. Die Verwaltung sieht keine entgegenstehenden öffentlichen Belange und schlägt vor, das Einvernehmen zur Ausnahme zu erteilen.
Die Gemeinde Spiekeroog soll eine negative Stellungnahme zur geplanten Änderung des niedersächsischen Landesraumordnungsprogramms abgeben. Kern des Problems: Der neue Entwurf ersetzt ein striktes Verbot für Offshore-Windanlagen nahe der Insel durch eine schwächere „Soll-nicht"-Regelung — trotz einer Abstandserhöhung von 12 auf 14 km. Gleichzeitig kritisiert die Gemeinde die geplante Lockerung der Bauzeitenregelung für See-Kabeltrassen. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Rat die Verwaltung mit der Abgabe dieser Stellungnahme beauftragt.
Die Gemeinde Spiekeroog positioniert sich im Beteiligungsverfahren zur neuen Nordsee-Befahrensverordnung des Bundes — einer Verordnung, die regelt, wer wo im Wattenmeer fahren und surfen darf. Die vorgeschlagenen Kitezonen rund um Spiekeroog passen nach Einschätzung der Gemeinde nicht zu den örtlichen Gegebenheiten; Sandwanderungen haben bisherige Bereiche unnutzbar gemacht, und der Bereich am Damenpad liegt mitten im Badegebiet. Der Rat soll eine Stellungnahme beschließen, die konkrete Alternativzonen benennt. Der genaue Beschlusstext sollte erst in der Sitzung formuliert werden.
Die Gemeinde Spiekeroog wird als Trägerin öffentlicher Belange am Planfeststellungsverfahren für eine Hochspannungs-Gleichstromleitung (HGÜ) beteiligt. Das Kabel soll mit ±525 kV Strom vom britischen Umspannwerk Isle of Grain bis zum deutschen Umspannwerk Fedderwarden bei Wilhelmshaven transportieren. Das Projekt trägt den Namen NeuConnect und wird von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr genehmigungsrechtlich begleitet. Der Bauausschuss erhält die Vorlage zur Information; ein Beschluss ist nicht vorgesehen.