Spiekeroog-Radar
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Sitzungsvorlage
Sachverhalt, den ein Gremium berät.

Ganztagsschule | Ausweitung Mittagsverpflegung im Rahmen des Ganztagsangebotes

Zusammenfassung

Wie das funktioniert

Die Gemeinde Spiekeroog prüft, ob das warme Mittagessen an der Inselschule von derzeit drei auf vier oder fünf Tage pro Woche ausgeweitet werden soll. Aktuell liefert die Dünenklinik die Mahlzeiten; Kosten und Einnahmen werden hälftig mit dem Landkreis geteilt. Die Verwaltung schätzt, dass der Haushaltsansatz 2026 vorläufig ausreicht, empfiehlt aber eine Anpassung ab 2027. Der Beschlussvorschlag beauftragt die Verwaltung, die Ausweitung weiterzuverfolgen und organisatorische sowie finanzielle Voraussetzungen abschließend zu klären.

Einordnung

Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung (Soziales), eingebracht zur Erstberatung im Schulausschuss am 07.05.2026, danach Verwaltungsausschuss und Rat. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des bestehenden Ganztagsangebotes der Inselschule Spiekeroog.

Hintergrund

Die Organisation der Mittagsverpflegung ist gesetzlich Aufgabe des Schulträgers. Die Inselschule bietet Ganztag bereits an drei Tagen mit warmem Essen an; Lieferant ist die Dünenklinik. Kosten und Elternbeitragseinnahmen werden zu gleichen Teilen zwischen Gemeinde und Landkreis aufgeteilt. Mögliche Landeszuschüsse zur Mittagsverpflegung befinden sich noch in der Diskussion und sind derzeit nicht planbar.

Was bedeutet das für Insulaner:innen?

Betroffen sind Familien mit schulpflichtigen Kindern auf Spiekeroog, vor allem berufstätige Eltern, die auf verlässliche Betreuung angewiesen sind. Eine Ausweitung auf vier bis fünf Tage würde mehr Verlässlichkeit im Schulalltag schaffen, kann aber auch höhere Elterneigenanteile nach sich ziehen. Die Dünenklinik als einziger Lieferant ist kein klassisches Cateringunternehmen; die Versorgung bleibt daher von deren Betriebskapazität abhängig. Ehrenamtliche übernehmen die Essensausgabe, sodass auch deren Bereitschaft zur Ausweitung entscheidend ist.

Die wichtigsten Punkte

  • Die Inselschule bietet warmes Mittagessen bisher an drei Tagen pro Woche an
  • Die Vorlage prüft eine Ausweitung auf vier oder fünf Tage ab August 2026
  • Der Haushaltsansatz 2026 erscheint vorläufig ausreichend, ab 2027 wird eine Anpassung empfohlen
  • Lieferant ist die Dünenklinik, die den Schulspeisedienst nachrangig zum Kurbetrieb einordnet
  • Der Landkreis trägt bislang 50 Prozent der Kosten; seine Kostenbeteiligung bei Mehrkosten ist noch zu klären

Relevanz für Insulaner:innen: 9/10

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Stand 21. Mai 2026. Maßgeblich ist immer das Original.

Eckdaten

Aktenzeichen
01/146/2026
Typ
📄 Sitzungsvorlage
Anhänge
1 Dokument
Im Radar seit
19. Mai 2026
Zuletzt aktualisiert
26. Mai 2026
Original
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Anlagen (1)

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    Sitzungsvorlage
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    Gemeinde Spiekeroog
     
    Soziales
    Vorlagen-Nr.
    01/146/2026
     
     
    BESCHLUSSVORLAGE
    öffentlich
     
     ↓ Beratungsfolge Sitzungstermin TOP
    Schulausschuss der Gemeinde Spiekeroog 07.05.2026  
    Verwaltungsausschuss der Gemeinde Spiekeroog 09.06.2026  
    Rat der Gemeinde Spiekeroog 18.06.2026  
     
     
     
    Betreff:  
    Ganztagsschule | Ausweitung Mittagsverpflegung im Rahmen des 
    Ganztagsangebotes
    Sachverhalt:
    Rechtliche Einordnung und Aufgaben des Schulträgers: Die Organisation der 
    Mittagsverpflegung ist eine gesetzlich verankerte Aufgabe des Schulträgers. 
    Der entsprechende Erlass konkretisiert, dass die Organisation, Bereitstellung und Ausgabe 
    des Mittagessens durch den Schulträger sicherzustellen ist, das Mittagessen in der Regel 
    warm angeboten werden sollte, das Verpflegungsangebot abwechslungsreich sowie gesund 
    und nachhaltig ausgestaltet sein sollte und die Mittagsverpflegung als pädagogischer 
    Bestandteil des Schultages ist.
    Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen zu
    ermöglichen und so auch soziale Aspekte des Schulalltags zu stärken.
    Gleichzeitig gilt: Eltern leisten einen Eigenanteil an den Kosten des Mittagessens.
    Mögliche Landeszuschüsse für die Mittagsverpflegung befinden sich derzeit noch in der 
    Diskussion; belastbare Regelungen liegen aktuell nicht vor.
     
    Aktuelle Situation: Die Inselschule Spiekeroog bietet derzeit an drei von drei Tagen ein 
    warmes Mittagessen. Die Lieferung der warmen Mahlzeiten erfolgt über die Dünenklinik.
     
    Entwicklung der Teilnehmerzahlen: Die Anmeldezahlen im Ganztag sind schwankend. Dabei
    ist zu berücksichtigen, dass die Anmeldungen unterschiedlich erfolgen (1–3 Tage pro Woche
    sind frei wählbar), sodass die tatsächliche Auslastung variiert. Unabhängig von der 
    Teilnehmerzahl bleibt der organisatorische Aufwand (insbesondere Logistik, 
    Essensabholung etc.) weitgehend konstant.
     
    Rückblick / Zusammenarbeit mit dem Landkreis (LK): Die Mittagsverpflegung im Rahmen 
    des Ganztagsangebotes wird derzeit in Kooperation mit dem Landkreis als weiterem 
    Schulträger durchgeführt. Die anfallenden Kosten sowie die Einnahmen aus Elternbeiträgen 
    werden grundsätzlich hälftig zwischen Kommune und Landkreis geteilt.
    Der Landkreis wird im Nachgang zu dieser Sitzung über die zu erwartenden Mehrkosten 
    informiert. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob etwaige Mehrkosten, die im 
    Haushaltsjahr 2026 entstehen und im Jahr 2027 abgerechnet werden, ebenfalls anteilig 
    durch den Landkreis getragen werden. Hierzu ist eine Abstimmung erforderlich, ob 
    entsprechende Beschlüsse seitens des Landkreises notwendig sind.
     
    
    - 2 -
    Aktuelle Fragestellung: Im Zuge der Weiterentwicklung des Ganztagsangebotes stellt sich 
    die Frage, ob das warme Mittagessen auf bis zu 4 oder 5 Tage pro Woche ausgeweitet 
    werden soll.
    Hieraus ergeben sich folgende Prüfaufträge:
     Welche zusätzlichen Kosten entstehen bei Ausweitung um 1–2 Tage?
     Reichen die im Haushalt 2026 veranschlagten Mittel aus?
     Wie ist der Haushaltsansatz ab 2027 anzupassen?
    Eine Kostenhochrechnung für den Zeitraum August bis Dezember 2026 liegt vor (siehe 
    Anlage).
     
    Finanzielle Auswirkungen: Die Hochrechnung basiert auf folgenden Annahmen: ca. 20 
    Schüler:innen, 2 pädagogische Begleitpersonen (teilweise subventionierte Essenskosten)
    Ergebnis (zusammengefasst): Der Haushaltsansatz 2026 erscheint aus heutiger Sicht 
    ausreichend, steht jedoch unter Vorbehalt tatsächlicher Teilnehmerzahlen und 
    Kostenentwicklungen. Ab dem Haushaltsjahr 2027 wird empfohlen, die Haushaltsmittel zur 
    Bildung eines angemessenen Puffers entsprechend anzupassen.
     
    Organisatorische Aspekte: Eine Voranfrage bei der Dünenklinik hat ergeben, dass eine 
    Ausweitung der Mittagsverpflegung grundsätzlich möglich ist. Dabei ist jedoch zu 
    berücksichtigen, dass die Dünenklinik kein klassischer Caterer ist und vorrangig den eigenen
    Kurbetrieb sowie die internen Abläufe sicherstellen muss. Die Belieferung der Schule ist 
    daher nicht selbstverständlich und steht unter dem Vorbehalt der Priorisierung des 
    Kurbetriebs.
    Zudem ist zu klären, ob die Essensausgabe durch ehrenamtlich Tätige entsprechend 
    ausgeweitet werden kann.
    Die logistische Unterstützung (Transport und Organisation) bleibt weiterhin erforderlich. Eine 
    Ausweitung ist grundsätzlich leistbar, steht jedoch unter dem Vorbehalt einer steigenden 
    Arbeitsbelastung.
    Der Landkreis ist darüber zu informieren, dass eine Ausweitung des Ganztagsbetriebes auf 
    vier bis fünf Tage pro Woche vorgesehen ist und in diesem Zusammenhang voraussichtlich 
    auch eine Erweiterung der warmen Mittagsverpflegung erfolgt. Gleichzeitig ist zu klären, ob 
    der Landkreis weiterhin 50 % der entstehenden Mehrkosten übernimmt.
     
    Abwägung
    Option A: Ausweitung der warmen Mittagsverpflegung
    Verbesserung der Betreuungsqualität
    Stärkung des pädagogischen Ganztagskonzeptes
    Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
    Höhere Kosten
     
    Option B: Verzicht auf Ausweitung („Brotdosenlösung“)
    geringere Kosten
    reduzierte organisatorische Anforderungen
    geringerer Qualitätsstandard im Ganztag
     
     
    Beschlussvorschlag:
    Der Gemeinderat beschließt:
     Die Verwaltung wird beauftragt, die Ausweitung der Mittagsverpflegung auf 4-5 Tage 
    pro Woche weiter zu verfolgen.
     Die Finanzierung erfolgt im Haushaltsjahr 2026 im Rahmen der vorhandenen Mittel, 
    vorbehaltlich der tatsächlichen Entwicklung.
     Für das Haushaltsjahr 2027 sind entsprechende Mittel einzuplanen.
     Der Landkreis ist über die Ausweitung zu informieren; die Kostenbeteiligung ist 
    abschließend zu klären.
     Die Verwaltung wird beauftragt, die organisatorischen Voraussetzungen (Dünenklinik,
    ehrenamtl. Essensausgabe, Bauhof) abschließend zu prüfen.
     
     
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    Spiekeroog, den 27.04.2026
     
     
     
    (Bruns, Maren)
     Abstimmungsergebnis:
    Fachausschuss Ja: Nein: Enth.:
    VA Ja: Nein: Enth.:
    RAT Ja: Nein: Enth.:
     
    Anlagenverzeichnis:
     
    Kostenhochrechnung_Mittagsverpflegung_2026_ff

    Maschinell extrahiert am 21. Mai 2026. Layout-Elemente wie Tabellen oder Spalten können dabei verloren gehen — maßgeblich ist das Original-PDF.

Beratungsfolge

  1. Schulausschuss der Gemeinde Spiekeroog7. Mai 2026, 18:00 UhrVorberatung