Aufstockung eines rückwärtigen Flachdach-Gebäudeteils - Firstversatz
Stand der Beratung
Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 27. Januar 2022
Beschlossen — einstimmig
am 27. Januar 2022 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
Das Einvernehmen zur Ausnahme von der Veränderungssperre nach § 14 Abs. 2 BauGB wird erteilt. Der VA schlägt folgende Beschlussfassung vor: Das Einvernehmen zur Ausnahme von der Veränderungssperre nach § 14 Abs. 2 BauGB kann erteilt werden, wenn das Bauvorhaben baurechtlich zulässig ist. RV Redelfs stellt den Sachverhalt vor. Der Beschlussvorschlag der VA Sitzung wird einstimmig beschlossen.
(2 Beratungen insgesamt — finaler Beschluss aus dem Rat der Gemeinde Spiekeroog)
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Gemeinde soll einem Bauvorhaben trotz geltender Veränderungssperre zustimmen. Ein Gebäude auf Spiekeroog soll rückwärtig aufgestockt werden, wobei der First versetzt wird. Die Verwaltung kommt zu dem Schluss, dass das Vorhaben weder Dauerwohnraum reduziert noch Gewerbeflächen verkleinert und damit mit den Zielen des aufzustellenden Bebauungsplans Nr. 22 vereinbar ist. Der Beschlussvorschlag lautet: Das gemeindliche Einvernehmen zur Ausnahme von der Veränderungssperre wird erteilt.
Einordnung
Beschlussvorlage der Verwaltung zur erneuten Beratung eines Bauantrags (Aufstockung und Firstversatz an einem rückwärtigen Flachdachgebäudeteil). Der Landkreis hat den bereits im Oktober 2021 beschiedenen Antrag wegen der zwischenzeitlich in Kraft getretenen Veränderungssperre zur Neuprüfung an die Gemeinde zurückgegeben.
Hintergrund
Der Gemeinderat hatte dem Bauantrag am 7. Oktober 2021 bereits zugestimmt, allerdings mit der Auflage, die geplanten Dauerwohnungen in der Baugenehmigung eindeutig zu benennen. Am 1. November 2021 trat eine Veränderungssperre in Kraft, die mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 22 vom 14. Oktober 2021 zusammenhängt. Eine Veränderungssperre friert die bauliche Nutzung eines Gebiets vorübergehend ein, um die Planung zu sichern. Ziel des B-Plans Nr. 22 ist es, Dauerwohnraum und Gewerbeflächen auf der Insel zu erhalten und zu fördern.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Das Vorhaben betrifft ein einzelnes Grundstück und hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Allgemeinheit. Mittelbar ist es jedoch relevant: Die Veränderungssperre soll Dauerwohnraum und Gewerbe auf Spiekeroog sichern. Die Verwaltung stellt fest, dass dieses Bauvorhaben genau das nicht gefährdet — Dauerwohnraum bleibt erhalten, Gewerbefläche wird nicht verkleinert.
Die wichtigsten Punkte
- Ein Gebäude soll rückwärtig aufgestockt und der First versetzt werden
- Der Landkreis hat den Bauantrag wegen der seit 1. November 2021 geltenden Veränderungssperre zur erneuten Prüfung zurückgegeben
- Die Verwaltung sieht keine Kollision mit der Veränderungssperre, weil Dauerwohnraum und Gewerbefläche unverändert bleiben
- Auch Geschosszahl und Gebäudehöhe verändern sich gegenüber dem alten Bebauungsplan nicht
- Der Beschlussvorschlag lautet: Einvernehmen zur Ausnahme von der Veränderungssperre nach § 14 Abs. 2 BauGB wird erteilt
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/199/2021
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 2 Dokumente
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (2)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8105 kB
- 📄Sitzungsvorlage zum VA am 18.01.2022PDF; CHARSET=UTF-8104 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Ein Bauantrag zur Aufstockung eines rückwärtigen Gebäudeteils muss gegenüber dem ursprünglichen Plan geändert werden. Der geplante Flachdachüberbau kann wegen Bestandsschutzregelungen erst mit einem Firstversatz von rund 3,50 Meter nach Westen beginnen — der vorhandene Satteldachbaukörper bleibt unverändert. Der Beschlussvorschlag sieht vor, das gemeindliche Einvernehmen für diese angepasste Variante zu erteilen.
Das ehemalige Künstlerhaus im Bereich 'Achter d' Diek' soll zu 15 Dauerwohnungen und 9 Ferienwohnungen umgebaut werden. Der Rat hat dafür bereits einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufgestellt und mit dem Eigentümer einen Durchführungsvertrag geschlossen. Die Gemeinde erhält für 10 Jahre ein Belegungsrecht für die 15 Dauerwohnungen. Der Beschlussvorschlag lautet: Das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag wird erteilt.
Die Gemeinde Spiekeroog will für mehrere Bebauungspläne eine zweite Veränderungssperre erlassen. Eine Veränderungssperre friert Bauvorhaben in bestimmten Gebieten vorübergehend ein, damit laufende Planungsverfahren nicht durch neue Baumaßnahmen unterlaufen werden. Welche Bebauungspläne konkret betroffen sind, geht aus dem Titel allein nicht hervor.
Die Gemeinde Spiekeroog will für mehrere Bebauungspläne eine Veränderungssperre erlassen. Eine Veränderungssperre friert Bauvorhaben in bestimmten Gebieten vorübergehend ein, damit laufende Planungen nicht unterlaufen werden. Ein Beschlussvorschlag liegt vor, über den der Rat abstimmen soll.