Bau einer neuen Rettungswache auf Spiekeroog
Stand der Beratung
Ohne Beschluss behandelt · Bauausschuss der Gemeinde Spiekeroog · 28. November 2019
In Beratung — Entscheidung steht aus
am 28. November 2019 im Bauausschuss der Gemeinde Spiekeroog
Zusammenfassung
Wie das funktioniertAuf Spiekeroog soll westlich des Feuerwehrhauses eine neue, gesetzeskonforme Rettungswache entstehen. Bisher ist der Rettungsdienst provisorisch im Feuerwehrgerätehaus untergebracht — ohne eigenständige Rettungswache, wie sie das Gesetz vorschreibt. Landkreis Wittmund, der Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) als Bauträger und die Gemeinde planen das Gebäude gemeinsam. Der Bauausschuss soll Planungshinweise für das bevorstehende Baugenehmigungsverfahren beraten.
Einordnung
Informationsvorlage der Verwaltung, eingebracht vom Bereich Piszczan, zur ersten Beratung im Bauausschuss am 28. November 2019 — noch vor einem förmlichen Baugenehmigungsverfahren.
Hintergrund
Der Landkreis Wittmund ist für den Rettungsdienst auf Spiekeroog zuständig; die operative Aufgabe übernimmt der Rettungsdienst Mittelhessen (RDMH) per Ausschreibung. Derzeit teilt sich der RTW einen Stellplatz im Feuerwehrgerätehaus — eine eigenständige Rettungswache, gesetzlich vorgeschrieben, fehlt. Der Fahrerdienst hängt von Ehrenamtlichen ab, deren Zahl demografisch schrumpft. Nach dem Vorbild einer bereits gebauten Rettungswache auf Langeoog soll das Modell nun auf Spiekeroog übertragen werden.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Eine neue Rettungswache verbessert die Notfallversorgung für alle Insulaner:innen und Gäste. Künftig sollen Fahrzeuge, Personal und Wohnraum für den Rettungsdienst an einem Ort gebündelt sein, direkt neben dem Feuerwehrhaus. Das sichert den Rettungsdienst auch dann, wenn weniger Ehrenamtliche zur Verfügung stehen.
Die wichtigsten Punkte
- Landkreis Wittmund kauft die notwendigen Grundstücke westlich des Feuerwehrhauses
- Der RDMH tritt als Bauträger auf; Entwurfszeichnungen liegen bereits vor
- Das neue Gebäude soll alle Rettungsdienstflächen, Fahrzeugstellplätze und Wohnungen für das Personal aufnehmen
- Eine gesetzlich geforderte eigenständige Rettungswache existiert auf Spiekeroog bisher nicht
- Der Bauausschuss soll Planungshinweise für das Baugenehmigungsverfahren erarbeiten
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/110/2019
- Typ
- ℹ️ Informationsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄InformationsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8195 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Die Gemeinde Spiekeroog soll gegenüber dem Landkreis Wittmund signalisieren, dass sie den Bau einer eigenen Rettungswache auf der Insel unterstützt. Das DRK Mittelhessen plant neben dem Feuerwehrgerätehaus eine Wache mit zwei Rettungswagen, einem Anhänger und Dauerwohnungen für hauptamtliche Kräfte. Die Gemeinde würde dafür Teile des Grundstücks verkaufen oder verpachten und auf ein bestehendes Pachtverhältnis verzichten. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, eine entsprechende Absichtserklärung abzugeben.
Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Spiekeroog soll eine eigenständige Rettungswache errichtet werden. Das geplante Gebäude mit 9,14 m Höhe überschreitet die Vorgaben des Bebauungsplans 15 „Kurzentrum
Für das Rettungshaus II auf Spiekeroog wird ein erster Nachtrag zur bestehenden Baugenehmigung von 2021 beantragt. Dabei geht es um Änderungen im Rahmen des laufenden Umbaus und der Sanierung des Gebäudes. Der Rat soll über diesen Nachtrag befinden.
Das Feuerwehrgerätehaus auf Spiekeroog soll in mehreren Schritten umgebaut werden, um die Anforderungen des Feuerwehrbedarfsplans zu erfüllen. Geplant sind unter anderem: Entfernung einer Trennwand in der Fahrzeughalle, Erweiterung der Umkleideräume und Spinde, Herrichtung des Alarmeingangs sowie der Ausbau des Wasserrettungsraums. Für einen Teil der Maßnahmen soll ein externes Planungsbüro eine Kostenschätzung erstellen; die dafür nötigen 10.000 Euro sind bereits im Haushalt eingestellt. Bauausschuss und Rat sollen der geplanten Vorgehensweise zustimmen.