Beratung und Beschluss über die Beschaffung eines zusätzlichen Rettungsmittels für die Freiwillige Feuerwehr, Bereich Wasserrettung
Stand der Beratung
Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 27. Mai 2021
Beschlossen — einstimmig
am 27. Mai 2021 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
Beschaffung eines RescueWaterCraft – RWC – für die FFw Feuerwehr als First Responder für die Wasserrettungsgruppe zur Menschenrettung Der Rat der Gemeinde Spiekeroog beschließt die Beschaffung eines RWC zum Preis von netto 28.900 € plus Straßen-Trailer zum Preis von 1.990 € netto. Die notwendigen Ausbildungskosten in Höhe von 5.800 € sollen beim Förderverein der FFW eingeworben werden. Die NSB wird gebeten sich angemessen an den Anschaffungskosten zu beteiligen, da auch eine deutliche Verbesserung der Sicherheit am Badestrand erreicht wird. Für die Dauer der Beschaffung wird ein Leih-RWC zum Preis von 500 € netto/Monat angemietet. Die Feuerwehr wird mit der kurzfristigen Implementierung des Systems in die Wasserrettungsgruppe beauftragt. Zuvor wird die Möglichkeit abgefragt, unabhängig von einer Beschaffung ein umfassendes Testgerät kostengünstig auf Leihbasis zu bekommen. RM Warenski erläutert den Sachstand wie zuvor im VA. Pfingstsonntag ging bei der FFW ein Alarm mit Menschenrettung ein. 2 Personen mit Hund waren in Not. Bei Ankunft der FFW am Strand kamen die Personen gerade aus dem Wasser heraus. Der Hund war noch in der Brandung. Das Boot konnte nicht gewassert werden, da die Wellen zwischen 0,5 m und bis zu 2 m hoch waren. Es wurde Sichtkontakt zum Hund gehalten und das Boot wurde an einer anderen Stelle ins Wasser gelassen. Das Tier konnte nicht gerettet werden. Dieses Ereignis hat zu der Überlegung geführt, eine Art Jetski zu beschaffen, damit bei dem Wellengang das Gefährt zu Wasser gelassen werden kann. Es ist eine Ergänzung zum Boot. Derartige Fahrzeuge sind brandungsgeeignet. Die Kosten sind im Beschlussvorschlag dargestellt. Über den Anbieter des Jetskis wird auch die Schulung angeboten und es sind ausreichend Personen in der FFW vorhanden, sodass man das Gerät anschaffen und bedienen könnte. Man könnte mit einem Mietgerät beginnen, um direkt in dieser Saison zu starten. Die Lieferung eines gekauften Gerätes dauert 3 Monate. Wenn man, wie geschehen, zwar schnell vor Ort ist, und dann bei Wellengang nicht ins Wasser kann, ist es ein wichtiger Zeitverlust, den es durch so ein Gerät zu verhindern gilt. Kämmerer Koffinke sagt, dass das Gerät nicht geplant war. Aus den liquiden Mitteln wäre es aber bezahlbar. Die Steuereinnahmen in 2021 sind besser, als geplant. RM Klasing sagt, es sollte vorab geprüft werden, ein Leihgerät zu erhalten, um die Möglichkeit der Nutzung zu testen. Grundsätzlich wäre es gut, über ein anders Fahrzeug zu reden, da das Schlauchboot nicht optimal ist. Er fragt, ob die Zusammenarbeit mit der DLRG funktionieren würde? RM Warenski sagt, man würde seit zwei Jahren immer gemeinsam miteinander reden. Die Zusammenarbeit funktioniert gut, aber die FFW ist ganzjährig im Einsatz und besser ausgebildet. Die FFW sieht die DLRG als wichtige Ergänzung in der Saison. Der Jetski sollte daher bei der FFW bleiben. Der Beschlussvorschlag wird einstimmig genehmigt.
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Freiwillige Feuerwehr Spiekeroog soll einen RescueWaterCraft (RWC, ein motorisiertes Wasserrettungsfahrzeug) kaufen, um bei Brandung Menschen schneller retten zu können. Auslöser ist ein Notfalleinsatz am 23. Mai 2021, bei dem starke Brandung den Einsatz des vorhandenen Rettungsboots verzögerte. Der Beschlussvorschlag sieht Kosten von rund 30.890 Euro netto für Fahrzeug und Trailer vor; bis zur Lieferung soll ein Leihgerät für 500 Euro netto pro Monat angemietet werden.
Einordnung
Eilantrag des Ratsmitglieds und Gemeindebrandmeisters Warenski, eingebracht als Beschlussvorlage für Verwaltungsausschuss und Rat am 27. Mai 2021. Es handelt sich um eine Erstberatung zur außerplanmäßigen Beschaffung eines Einsatzmittels im Katastrophenschutz.
Hintergrund
Am 23. Mai 2021 wurden zwei Personen und ein Hund im Bereich des Hundestrand als in Lebensgefahr gemeldet (Einsatzstichwort 'Menschenleben in Gefahr'). Das vorhandene Rettungsboot RTB 2 konnte wegen starker Brandung nicht direkt an der Einsatzstelle zu Wasser gelassen werden; der Zeitverzug betrug etwa 15 Minuten. Die FFW empfiehlt daher die Beschaffung eines RWC, der auch bei Wellen ab 0,5 Meter einsetzbar ist. Die Nordseebad Spiekeroog GmbH (NSB) und die DLRG sind über die geplante taktische Erweiterung informiert worden.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Ein RWC verbessert die Wasserrettung für alle Badegäste und Insulaner:innen, besonders an Strandabschnitten mit starker Brandung. Bei künftigen Wassernotfällen kann die FFW schneller eingreifen. Die Kosten trägt die Gemeinde; die NSB soll sich anteilig beteiligen, da auch die Strandsicherheit profitiert.
Die wichtigsten Punkte
- Der Rat soll ein RescueWaterCraft (RWC) für netto 28.900 Euro plus Trailer für netto 1.990 Euro beschaffen
- Bis zur Lieferung wird ein Leih-RWC für 500 Euro netto pro Monat angemietet
- Ausbildungskosten von 5.800 Euro sollen über den Förderverein der FFW eingeworben werden
- Die NSB wird gebeten, sich angemessen an den Anschaffungskosten zu beteiligen
- Auslöser ist ein Einsatz vom 23. Mai 2021, bei dem Brandung den Einsatz des Rettungsboots um rund 15 Minuten verzögerte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/131/2021
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8206 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Die Freiwillige Feuerwehr Spiekeroog braucht dringend neue Ausrüstung, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Betroffen sind Reifen für zwei Tanklöschfahrzeuge und ein Amarok-Fahrzeug sowie mindestens vier Hohlstrahlrohre für Innenangriffe und Führerscheinkosten für das neue Tanklöschfahrzeug. Der Rat soll eine über- und außerplanmäßige Ausgabe beschließen — also Mittel freigeben, die im Haushalt nicht oder nicht ausreichend vorgesehen waren. Die genaue Kostensumme ist in der Vorlage nicht beziffert.
Die Freiwillige Feuerwehr Spiekeroog soll ihre Atemschutzgeräte künftig gemeinsam mit dem Landkreis Wittmund verwalten und beschaffen. Dafür schließt die Gemeinde eine Zweckvereinbarung mit dem Landkreis ab, der über eine Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) die Wartung übernimmt. Zusätzlich werden neue Geräte angeschafft; dafür sind 45.000 Euro im Haushalt 2023 einzuplanen. Der Rat soll den Bürgermeister zum Abschluss der Vereinbarung ermächtigen.
Die Freiwillige Feuerwehr Spiekeroog soll ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTW) erhalten. Die Gemeinde will die Ausschreibung nicht selbst durchführen, sondern an die Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft (KWL) abgeben — eine kommunale Beschaffungsgesellschaft des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. Der Rat soll den Abschluss eines Vermittlungsauftrags mit der KWL beschließen.
Die Heizungsanlage im Gebäude Noordertün 1 — dort sind Feuerwehrwache, Rettungsdienst und drei Mietwohnungen untergebracht — ist ausgefallen und nicht mehr reparierbar. Die Verwaltung hat wegen der bevorstehenden Heizperiode bereits vorab den günstigsten Anbieter beauftragt. Der Rat soll diese Auftragsvergabe rückwirkend beschließen; die Kosten betragen rund 17.683 Euro brutto.