Beratung und Beschluss über die mögliche Anpachtung des "Wilbers-Gelände" und des Kaufes des Inventars
Stand der Beratung
Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 11. Februar 2016
Beschlossen — einstimmig
am 11. Februar 2016 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
ZusammenfassungAutomatisch · KI
Wie das funktioniertVon Claude (KI) ausschließlich aus der Originalvorlage erstellt — kein amtlicher Text der Gemeinde. Verbindlich ist die verlinkte Originalvorlage.
Die Gemeinde Spiekeroog soll das sogenannte Wilbers-Gelände im B-Plan-Gebiet Achter d Diek pachten und die darauf stehenden Gebäude samt Inventar kaufen. Das rund 3.500 m² große Flurstück mit einer Metallhalle, einem Schuppen und einem Wohngebäude mit 22 Zimmern gehört dem Domänenamt Niedersachsen; die Gebäude sind Eigentum der insolventen Wundervolle Ferien GmbH. Die Verwaltung sieht das Gelände als Entwicklungsfläche für Gewerbe und heimische Betriebe. Der Rat soll die Anpachtung für die höchstmögliche Dauer mit Kaufoption beschließen und die Verwaltung mit Kaufvertragsverhandlungen beauftragen.
Einordnung
Beschlussvorlage der Verwaltung, eingebracht am 29.01.2016. Sie durchläuft zunächst den Verwaltungsausschuss (03.02.2016), dann den Rat (11.02.2016) zur Erstberatung und Beschlussfassung.
Hintergrund
Das Wilbers-Gelände liegt im B-Plan-Gebiet Achter d Diek und ist laut Festsetzungen für Lagerhäuser sowie öffentliche Betriebe und Einrichtungen vorgesehen; dauerhaftes Wohnen ist dort nicht zulässig. Eigentümer des Grundstücks ist das Domänenamt Niedersachsen, die Gebäude gehören der insolventen Wundervolle Ferien GmbH. Der laufende Pachtvertrag endet am 31.12.2020 bei einer Jahrespacht von 7.500 Euro; der Insolvenzverwalter möchte ihn vorzeitig auflösen. Das NLWKN hat Interesse an einem rund 800 m² großen Teilbereich im Schutzdünenbereich, den die Gemeinde im Pachtfall nicht übernehmen müsste.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Für Gewerbetreibende und Vereine auf Spiekeroog könnte das Gelände dringend gesuchte Lager- und Werkstattflächen schaffen. Zwei Insulaner:innen haben bereits Interesse an den Kühlräumen für eine Backwarenversorgung signalisiert. Die Finanzierung soll aus Haushaltsmitteln des Eigenbetriebes erfolgen, die ursprünglich für eine Feuerwehr-Fahrzeughalle vorgesehen waren. Mittel- bis langfristig erwartet die Verwaltung Einnahmen aus Mieten und dem Verkauf von Inventar.
Die wichtigsten Punkte
- Das Gelände umfasst rund 3.500 m² mit einer Metallhalle (ca. 11 x 13 m), einem Schuppen und einem Wohngebäude mit 22 Zimmern
- Die jährliche Pacht beträgt derzeit 7.500 Euro; bei Übernahme durch die Gemeinde ist ein langfristiger Vertrag mit Kaufoption möglich
- Das Inventar einschließlich Kühlhäuser, gastronomischem Zubehör und Flurfördergeräten hat laut Wertgutachten 2011 einen Wert von rund 29.800 Euro
- Das Domänenamt signalisiert die Bereitschaft, das Grundstück nach Vorlage eines Gutachtens an die Gemeinde zu verkaufen
- Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter bis zum Kaufvertrag zu führen
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 24. August 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/007/2016
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 24. August 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8141 kB≈ 8 k Zeichen Volltext
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Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Die Gemeinde Spiekeroog kauft die Immobilien des Wilbers-Geländes samt Inventar aus einer Insolvenzmasse und übernimmt gleichzeitig den laufenden Pachtvertrag mit dem Land Niedersachsen. Vertragspartner auf Verkäuferseite ist die insolvente Wundervolle Ferien GmbH, vertreten durch Insolvenzverwalter Michael Waculik. Der Rat soll dem ausgehandelten Kaufvertrag sowie der Übernahme des Pachtvertrags mit dem Domänenamt Oldenburg zustimmen.
Der Rat soll einen Auftrag für Tragwerksplanung und Bauphysik im Wohnbauprojekt Achter d Diek vergeben. Zwei Angebote liegen vor; welche Firma gewählt wird, ist im Beschlussvorschlag noch offen (Firma A oder B). Die Finanzierung läuft über eine außerplanmäßige Ausgabe, gedeckt durch den vorläufigen Verzicht auf den Investitionszuschuss Wohnungsbau an den Eigenbetrieb.
Das geplante gemeindliche Wohnungsbauprojekt am Achter d Diek verzögert sich wegen Nachbareinsprüchen bis mindestens Herbst 2018. Ratsmitglied Warenski hat beantragt, dass die Gemeinde einen Plan B entwickelt. Die Verwaltung soll dem Bauausschuss eine Liste geeigneter gemeindlicher Grundstücke mit rechtsgültigem Bebauungsplan vorlegen, damit dort Wohnraum zur Miete entstehen kann.
Die Verwaltung empfiehlt, auf den Bau eines Wohngebäudes neben der geplanten neuen Rettungswache vorerst zu verzichten. Die Kostenschätzung liegt bei 1,8 Mio. Euro — zu hoch und finanziell für die Gemeinde nicht darstellbar. Zusätzlich würden Zeitdruck und Planungsrisiken entstehen, wenn der Baubeginn parallel zur Rettungswache im November 2022 angestrebt würde. Der Beschlussvorschlag sieht vor, das Wohnbauprojekt zurückzustellen, aber die Möglichkeit einer späteren Realisierung im Bebauungsplan offenzuhalten.