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Spiekeroog-Radar
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Sitzungsvorlage
Sachverhalt, den ein Gremium berät.

Beratung und Beschluss über die weitere Teilnahme der Gemeinde Spiekeroog am EU-Projekt InSuRe - nachhaltige Lösungen zum Erhalt der Süßwasserlinse der Insel Spiekeroog

Stand der Beratung

Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 24. August 2017

Beschluss

Beschlossen — einstimmig

am 24. August 2017 im Rat der Gemeinde Spiekeroog

Worum es ging

Der Rat der Gemeinde Spiekeroog beschließt, dass die Gemeinde Spiekeroog als Projektpartner weiterhin am InSuRe-Projekt als Projektpartner für die Fallstudie auf der Insel Spiekeroog teilnimmt. Karsten Heithecker und Swaantje Fock rücken um 21:02 Uhr mit an den Tisch. RM Redelfs erläutert den TOP. RM Breuer fragt nach, ob die Stunden für das Projekt vom Projektträger vergütet würden. BM Piszczan bejaht diese Frage. Der Rat und Fock/Heithecker diskutieren angeregt über das Projekt.

Zusammenfassung

Wie das funktioniert
Wie wichtig für die Insel?
sehr hoch

Der Rat soll beschließen, dass die Gemeinde Spiekeroog weiter als Projektpartnerin am EU-Forschungsprojekt INSuRe teilnimmt. Das Projekt will naturbasierte Lösungen entwickeln, um die Süßwasserlinse der Insel — die einzige Trinkwasserquelle — langfristig zu sichern. Konkret geht es um ein Pilotvorhaben: Oberflächenwasser aus einem Regenrückhaltebecken soll in die Dünen geleitet und dort versickern, damit es der Süßwasserlinse zugutekommt. Die Gemeinde trägt keine Projektkosten; sie beteiligt sich nur mit Personalstunden des Bürgermeisters oder seiner Vertretung.

Einordnung

Beschlussvorlage der Verwaltung, eingebracht vom Bereich Piszczan, zur Erstberatung und Beschlussfassung im Verwaltungsausschuss und Rat am 24. August 2017. Die Kurzfristigkeit ergibt sich aus einer Einreichungsfrist beim Projektträger zum 5. September 2017.

Hintergrund

Die Süßwasserlinse unter Spiekeroog versorgt alle Bewohner:innen und Gäste mit Trinkwasser; der jährliche Bedarf beträgt rund 150.000 Kubikmeter. Schon 2012 hatte das Ingenieurbüro Born & Ermel Maßnahmen vorgeschlagen, um Regenwasser in die Linse zurückzuführen, anstatt es ungenutzt ins Wattenmeer abzuleiten — mangels Geld wurden diese Pläne damals nicht weiterverfolgt. Das IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser hat auf Basis jener Pläne einen EU-Förderantrag gestellt, der in der ersten Bewerbungsrunde im Juni 2017 erfolgreich war. Projektkoordinator ist die Norwegian University of Science and Technology (NTNU); weitere Partner sind OOWV, Universität Oldenburg und Fachleute aus der Schweiz, Portugal, Norwegen und den Niederlanden.

Was bedeutet das für Insulaner:innen?

Die Süßwasserlinse ist die einzige Trinkwasserquelle der Insel; Salzwassereinbrüche durch Sturmfluten und Meeresspiegel­anstieg gefährden sie zunehmend. Das Pilotprojekt soll prüfen, ob gezielt versickertes Regenwasser diesen Prozess verlangsamt und die Wasserversorgung dauerhaft sichert. Für die Gemeinde entstehen keine finanziellen Kosten; der Zeitaufwand für Gemeindemitarbeitende wird auf ein bis zwei Stunden monatlich geschätzt. Konkrete Baumaßnahmen kämen erst, wenn die EU-Kommission das Gesamtprojekt in der zweiten Stufe genehmigt.

Die wichtigsten Punkte

  • Das bevorzugte Pilotareal liegt beim Regenrückhaltebecken im Bereich Achter d' Diek mit einem Einzugsgebiet von fünf Hektar und rund 15.000 Kubikmeter Oberflächenwasser
  • Die geschätzten Gesamtkosten des Pilotprojekts betragen rund 200.000 Euro und sollen vollständig durch EU-Fördermittel gedeckt werden
  • Für die Gemeinde entstehen weder finanzielle Kosten noch nennenswerte Verwaltungsaufgaben über die Ratsbeschlüsse hinaus
  • Der Beschluss dient zunächst nur dazu, die Gemeinde formal als Projektpartnerin zu bestätigen; Planungen und Bau folgen erst nach EU-Genehmigung
  • Ein Projektstart ist frühestens 2018 möglich; die geplante Gesamtlaufzeit beträgt 48 Monate

KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.

Eckdaten

Aktenzeichen
01/075/2017
Typ
📄 Sitzungsvorlage
Anhänge
4 Dokumente
Im Radar seit
25. Mai 2026
Zuletzt aktualisiert
25. Juli 2026
Original
Im Ratsinformationssystem öffnen ↗

Anlagen (4)

Beratungsfolge

  1. Rat der Gemeinde Spiekeroog24. August 2017, 20:02 UhrEntscheidungeinstimmig

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