Teilnahme der Gemeinde Spiekeroog an einem EU Forschungsprojekt, um Veränderungen des Klimas auf die Trinkwasserversorgung zu untersuchen
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Gemeinde Spiekeroog soll Projektpartner in einem EU-Forschungsprojekt zur Trinkwasserversorgung unter Klimawandelbedingungen werden. Der Wasserversorger OOWV hat Spiekeroog für das Vorhaben vorgeschlagen. Das Projekt ist vollständig EU-gefördert und kostenneutral für die Gemeinde; für Teilnahme an Terminen wird ein Aufwandsausgleich gezahlt. Der Rat soll der Teilnahme zustimmen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragen.
Einordnung
Beschlussvorlage der Verwaltung zur Erstberatung im Verwaltungsausschuss und abschließenden Beschlussfassung im Rat. Das Projekt befindet sich noch in der EU-Genehmigungsphase.
Hintergrund
Die Trinkwasserversorgung auf einer Nordseeinsel ist strukturell abhängig von Niederschlag und Grundwasservorkommen, die durch den Klimawandel unter Druck geraten können. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) als Wasserversorger Spiekeroogs hat die Insel als Modellstandort für das EU-Forschungsprojekt vorgeschlagen. Das Projekt trägt den Arbeitstitel „BUFFER
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Für alle Insulaner:innen ist eine sichere Trinkwasserversorgung eine Grundvoraussetzung des täglichen Lebens. Das Forschungsprojekt erzeugt keine direkten Kosten für die Gemeinde und damit auch keine Gebührenbelastung. Mittelfristig könnten die Ergebnisse helfen, die Wasserversorgung auf der Insel langfristig zu sichern.
Die wichtigsten Punkte
- Der OOWV hat Spiekeroog als Projektpartner für ein EU-Forschungsprojekt zur klimabedingten Trinkwasserversorgung vorgeschlagen
- Das Projekt ist vollständig EU-gefördert und für die Gemeinde kostenneutral
- Für Termine wird ein Aufwandsausgleich an die Gemeinde gezahlt
- Das Projekt startet frühestens Januar 2021 und soll rund vier Jahre laufen
- Der Rat soll der Teilnahme zustimmen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragen
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/009/2020
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8100 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Der OOWV (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband) soll ein Konzept zur Erkundung der Süßwasserlinse auf Spiekeroog entwickeln oder vorlegen. Die Süßwasserlinse ist das unterirdische Süßwasservorkommen unter der Insel, das die Trinkwasserversorgung sichert. Ob das Konzept bereits vorliegt oder erst beauftragt werden soll, geht aus dem Titel allein nicht hervor.
Der Rat soll beschließen, dass die Gemeinde Spiekeroog weiter als Projektpartnerin am EU-Forschungsprojekt INSuRe teilnimmt. Das Projekt will naturbasierte Lösungen entwickeln, um die Süßwasserlinse der Insel — die einzige Trinkwasserquelle — langfristig zu sichern. Konkret geht es um ein Pilotvorhaben: Oberflächenwasser aus einem Regenrückhaltebecken soll in die Dünen geleitet und dort versickern, damit es der Süßwasserlinse zugutekommt. Die Gemeinde trägt keine Projektkosten; sie beteiligt sich nur mit Personalstunden des Bürgermeisters oder seiner Vertretung.
Die Gemeinde Spiekeroog will die Trinkwasserversorgung dauerhaft an den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) übertragen, indem sie dort Mitglied im Bereich Trinkwasser wird. Auslöser ist das Auslaufen des bisherigen Vertrags mit dem OOWV zum 31. Dezember 2018. Die Verwaltung empfiehlt die direkte Mitgliedschaft als einfachste und rechtssicherste Lösung gegenüber drei Alternativen. Der Rat soll zum 1. Januar 2019 den Beitritt beschließen und einem ergänzenden Begleitvertrag zustimmen.
Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat dem Gemeinderat Spiekeroog seine Pläne zur Sicherung der Trinkwasserversorgung vorgestellt. Kern ist ein mehrstufiges Erkundungsprojekt: Ab Herbst/Winter 2022/2023 werden neue Grundwassermessstellen und Versuchsbrunnen im östlichen Bereich der Süßwasserlinse gebohrt, um künftige Förderbrunnenstandorte zu erkunden. Parallel dazu plant der OOWV die Sanierung und Modernisierung des bestehenden Wasserwerks aus dem Jahr 1983. Es handelt sich um eine reine Informationsvorlage ohne Beschlussvorschlag.