„Ganztagsschule | Erweiterung Inselschule & Wohnraumschaffung" | Schulterblick Schulausschuss
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Verwaltung informiert den Schulausschuss über den aktuellen Planungsstand zur baulichen Erweiterung der Inselschule. Im Erdgeschoss sind Mensa und Ganztagsflächen vorgesehen, im Obergeschoss ein Wohngeschoss für öffentliche Beschäftigte. Die Grundkonzeption ist abgestimmt; eine belastbare Finanzierungsübersicht wird noch erarbeitet und später dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Einordnung
Informationsvorlage der Verwaltung für den Schulausschuss (Sitzung 07.05.2026); es handelt sich um eine Zwischenstandsmeldung ohne Beschlussvorschlag im laufenden Planungsprozess.
Hintergrund
Bundesweit gilt ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich, dem die Inselschule räumlich bisher nicht vollständig gerecht werden kann. Zusätzlich fehlt es auf Spiekeroog an Wohnraum für öffentliche Beschäftigte, besonders im Schulbereich. Die Eigentumssituation der bestehenden Schulwohnungen ist historisch ungeklärt; der Landkreis Wittmund ist Eigentümer, die Gemeinde bewirtschaftet sie. Im Zuge des Projekts soll die Eigentumsstruktur – voraussichtlich als Wohnungseigentümergemeinschaft oder Erbbaurecht – neu geregelt werden.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Familien mit Grundschulkindern profitieren von einer künftigen Ganztagsbetreuung an der Inselschule. Lehrerinnen und Lehrer sowie weiteres Schulpersonal könnten durch das neue Wohngeschoss dauerhaft auf der Insel wohnen, was die Personalgewinnung erleichtern soll. Die konkrete Kostenverteilung zwischen Gemeinde und Landkreis sowie mögliche Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt stehen noch nicht fest.
Die wichtigsten Punkte
- Die Inselschule soll um einen Anbau mit Mensa, Ganztagsflächen (Erdgeschoss) und Wohneinheiten (Obergeschoss) erweitert werden
- Ein Wohngeschoss wurde politisch festgelegt; eine weitergehende Aufstockung wurde verworfen
- Die Küche wird als Ausgabe- und Regenerationsküche geplant, keine Frischküche aufgrund geringer Schülerzahlen
- Für den Schulbau ist Ganztagsförderung vorgesehen, für den Wohnungsbau wird KfW-40-Förderung angestrebt
- Eine abschließende Finanzierungsübersicht liegt noch nicht vor und wird dem Rat gesondert zur Beschlussfassung vorgelegt
Relevanz für Insulaner:innen: 8/10
Stand 21. Mai 2026. Maßgeblich ist immer das Original.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/147/2026
- Typ
- ℹ️ Informationsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 19. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 26. Mai 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄InformationsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8117 kB≈ 5 k Zeichen Volltext
Volltext (automatisch extrahiert) anzeigen
- 1 - Gemeinde Spiekeroog Soziales Vorlagen-Nr. 01/147/2026 INFORMATIONSVORLAGE öffentlich ↓ Beratungsfolge Sitzungstermin TOP Schulausschuss der Gemeinde Spiekeroog 07.05.2026 Betreff: „Ganztagsschule | Erweiterung Inselschule & Wohnraumschaffung" | Schulterblick Schulausschuss Sachverhalt: 1. Ausgangslage und Zielsetzung Die Gemeinde Spiekeroog verfolgt mit dem Projekt das Ziel, die Inselschule baulich so zu erweitern, dass die Anforderungen an eine zukunftsfähige Ganztagsbetreuung erfüllt werden können. Hintergrund sind sowohl der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich als auch die konkreten räumlichen Bedarfe vor Ort. Ein weiterer wesentlicher Treiber des Projektes ist die Beseitigung bestehender Defizite im Raumprogramm der Inselschule, die sich im laufenden Betrieb deutlich gezeigt haben. Gleichzeitig soll das Projekt genutzt werden, um dringend benötigten Wohnraum für öffentliche Beschäftigte – insbesondere im schulischen Bereich – zu schaffen. Vor dem Hintergrund der angespannten Wohnraumsituation auf der Insel ist dies ein zentraler Baustein zur Sicherung der Daseinsvorsorge. Das Vorhaben kombiniert somit bewusst drei Zielsetzungen: die Erfüllung einer kommunalen Pflichtaufgabe (Ganztagsschule), die Verbesserung der bestehenden schulischen Infrastruktur sowie die Schaffung von dauerhaft gesichertem Wohnraum. 2. Grundzüge der Planung Geplant ist eine bauliche Erweiterung der bestehenden Inselschule. Im Erdgeschoss sollen die Flächen für den Ganztagsbetrieb entstehen, insbesondere Mensa- und Aufenthaltsbereiche sowie ergänzende Funktionsräume. Für den Küchenbereich ist bewusst eine Ausgabeküche mit ergänzender Regenerationsküche vorgesehen. Eine Frischküche ist aufgrund der geringen Schülerzahlen weder wirtschaftlich noch betrieblich sinnvoll. Die Versorgung erfolgt daher über angelieferte Speisen, die vor Ort ausgegeben und bei Bedarf regeneriert werden. Im Obergeschoss ist die Schaffung von Wohnraum vorgesehen. In der politischen Vorberatung wurde festgelegt, dass ein Wohngeschoss umgesetzt werden soll. Eine weitergehende Aufstockung wurde verworfen, um sowohl gestalterische - 2 - als auch wirtschaftliche Aspekte angemessen zu berücksichtigen. Architektonisch wird das Gebäude als Weiterentwicklung des bestehenden Schulensembles verstanden. Als Planungsgrundlage dient ein Satteldach, das sich in die ortsbildprägende Struktur einfügt und den gestalterischen Anforderungen auf Spiekeroog entspricht. Leitgedanke der Planung ist eine funktionale, wirtschaftliche und betrieblich robuste Lösung („so viel Technik wie nötig, nicht wie möglich“). 3. Aktueller Planungsstand Die Grundkonzeption des Projektes ist abgestimmt und bildet die Basis für die weitere Planung. Die funktionalen Anforderungen für den Ganztagsbereich sind definiert. Die Kombination mit Wohnraum im Obergeschoss ist planerisch berücksichtigt. Die wesentlichen städtebaulichen und gestalterischen Leitplanken sind gesetzt. Das Projekt befindet sich aktuell im vorgesehenen Zeitrahmen und entwickelt sich planmäßig weiter. Hervorzuheben ist der enge und konstruktive Schulterschluss mit dem Landkreis Wittmund, mit dem zentrale Fragestellungen frühzeitig abgestimmt werden. Dies trägt maßgeblich dazu bei, das Projekt zielgerichtet und verlässlich voranzubringen. In diesem Zusammenhang werden auch grundsätzliche Eigentumsfragen geklärt. Für die bestehende Schule ist die Eigentumssituation historisch nicht eindeutig geregelt (die Wohnungen stehen formell im Eigentum des Landkreises, werden jedoch durch die Gemeinde bewirtschaftet). Ziel ist es, im Zuge des Projektes eine klare und zukunftsfähige Struktur zu schaffen, voraussichtlich in Form einer Wohnungseigentümergemeinschaft / Erbbaurecht. Der aktuelle Planungsstand wird in der Sitzung vorgestellt. 4. Finanzierung und weiteres Vorgehen Zur Finanzierung des Gesamtprojektes laufen derzeit Abstimmungen mit dem Landkreis, insbesondere zur konkreten Zuordnung der Kostenanteile zwischen Schulbau und Wohnungsbau. Für die Förderkulissen gilt derzeit folgender Stand: Für den Schulbau wird die Ganztagsförderung in Anspruch genommen. Diese ist für Spiekeroog aufgrund der Deckelung nach Schülerzahlen sehr begrenzt. Für den Wohnungsbau wird eine Förderung im Standard KfW 40 angestrebt. Eine abschließende und belastbare Finanzierungsübersicht wird derzeit erarbeitet und zu gegebener Zeit dem Rat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. 5. Zusammenfassung Das Projekt stellt einen zentralen Baustein für die zukünftige Entwicklung der Inselschule und der Daseinsvorsorge auf Spiekeroog dar. Durch die Kombination von Schulbau, der Verbesserung der bestehenden schulischen Infrastruktur und der Wohnraumschaffung wird eine nachhaltige und standortgerechte Lösung verfolgt. - 3 - Spiekeroog, den 27.04.2026 (Kösters, Patrick) Abstimmungsergebnis: Fachausschuss Ja: Nein: Enth.: VA Ja: Nein: Enth.: RAT Ja: Nein: Enth.: Anlagenverzeichnis:
Maschinell extrahiert am 21. Mai 2026. Layout-Elemente wie Tabellen oder Spalten können dabei verloren gehen — maßgeblich ist das Original-PDF.