Glasfaserausbau auf der Insel Spiekeroog | 3 | Entscheidung Förderantragsstellung
Stand der Beratung
Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 25. Mai 2023
Beschlossen — einstimmig
am 25. Mai 2023 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog beauftragt die Verwaltung a) das Benehmen mit dem Landkreis Wittmund zur hälftigen Teilung des Eigenanteils (ca. 2 Mio. Euro) und der Projektbegleitung/Umsetzung herzustellen. b) das Markterkundungsverfahren zu starten und zeitnah einen Antrag auf Förderung zu stellen. c) den zu erwartende Eigenanteil in Höhe von ca. 1 Mio. Euro ist als Investition im Haushalt einzustellen. Die Auszahlungen werden, je nach Projektfortschritt vermutlich in 2 Tranchen in den Jahren 2024 und 2025 fällig. Die Finanzierung ist mit der Kommunalaufsicht abzustimmen. BM Kösters verweist auf die ausführliche Beschlussvorlage. Das Koax-Kabel ist abgängig und mit Glasfaser würde eine gute Internetversorgung auf der Insel für die Zukunft sichergestellt. Die Förderkulisse gestaltet sich günstig für die Insel: sollte ein Antrag gestellt werden, würde dieser voraussichtlich positiv beschieden. Das Projekt ist insofern entscheidungsreif. Sorgen bereiten die Finanzen, obwohl die Förderhöhe sehr gut wäre. Dennoch müsste die Gemeinde ca. 1 Mio Euro selbst aufbringen. Auch bei dem möglichen Abschreibungszeitraum ist dies eine große Summe. Diese Investition sollte dennoch jetzt erfolgen, da man nicht darauf warten sollte, bis das Internet zusammenbricht oder problematisch wird. Im Rahmen der Installation könnte man aber keine optimale Synergie mit anderen Systemen schaffen, es würde ausschließlich um den Glasfaserausbau für alle Häuser gehen. Die Bevölkerung muss sich darauf einstellen, dass die jetzigen Preise für die Anschlüsse dann nicht mehr gehalten werden können und die Preise für die Nutzung des Internets steigen würden. RV Redelfs meint, dass schnelles Internet inzwischen unabdingbar sei. Die Notwendigkeit wurde in der Vergangenheit nicht prioritär gesehen, das habe sich inzwischen geändert. Wenn diese Ausgaben getätigt werden, muss man über die Einnahmestrukturen reden und sehen, wie der Glasfaserausbau seitens der Gemeinde finanziert werden kann. Dabei würde auch über Steuererhöhungen gesprochen.
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Gemeinde Spiekeroog entscheidet über die Stellung eines Förderantrags für den Glasfaserausbau auf der Insel. Der Titel deutet auf eine dritte Beratungsrunde hin, in der konkret über das Einreichen des Antrags beschlossen werden soll.
Einordnung
Verwaltungsvorlage zur Entscheidung über eine Förderantragsstellung für den Glasfaserausbau auf Spiekeroog — dem Titel nach die dritte Beratung dieses Vorhabens.
Hintergrund
Da nur der Titel vorlag, ist der genaue Verfahrensstand nicht vollständig rekonstruierbar. Aus der Nummerierung „3
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Da nur der Titel vorliegt, lassen sich konkrete Auswirkungen nicht abschließend beschreiben. Glasfaserausbau würde für Insulaner:innen und Gewerbetreibende auf Spiekeroog deutlich schnellere Internetverbindungen bedeuten. Ob und wann der Ausbau beginnt, hängt von der Förderbewilligung ab.
Die wichtigsten Punkte
- Die Gemeinde Spiekeroog berät über die Stellung eines Förderantrags für Glasfaser
- Es handelt sich dem Titel nach um die dritte Befassung mit diesem Thema
- Eine Entscheidung über den Antrag ist Gegenstand der Sitzung
- Inhaltliche Details lagen ohne PDF-Anlage nicht vor
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 24. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/051/2023
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 2 Dokumente
- Im Radar seit
- 24. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 24. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (2)
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Ein beauftragter Dienstleister stellt dem Rat ein Konzept zum möglichen Glasfaserausbau auf Spiekeroog vor. Das Konzept analysiert die bestehende Telekommunikationsinfrastruktur, benennt Schwachstellen des aktuellen Netzes und zeigt Fördermöglichkeiten von Bund und Land auf. Nach der Vorstellung bittet die Verwaltung den Rat um ein erstes Stimmungsbild. Ein konkreter Beschlussvorschlag soll erst in der Sitzung formuliert werden.
Die Gemeinde Spiekeroog soll den Glasfaserausbau der Insel — inklusive Unterseekabel ans Festland — per gefördertem Vergabeverfahren anstoßen. Spiekeroog ist die einzige ostfriesische Insel ohne Glasfaseranbindung; das bestehende Koaxialkabelnetz und der Richtfunk gelten als technisch am Ende. Die geschätzten Gesamtkosten betragen rund 9,55 Mio. Euro, wovon Bund und Land zusammen etwa 7,85 Mio. Euro tragen; die Gemeinde soll 850.000 Euro als Eigenanteil im Haushalt 2028 einplanen. Beschlossen werden soll, die Verwaltung mit allen Schritten bis zum Kooperationsvertrag mit dem künftigen Telekommunikationsunternehmen zu beauftragen.
Die Gemeinde soll eine Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis Wittmund unterzeichnen, die Konzeption, Durchführung und Finanzierung des Glasfaser-Breitbandausbaus (NGA) regelt. Der Rat wird gebeten, der Unterzeichnung zuzustimmen.
Der Rat berät, wie Förderanträge im Rahmen des LEADER-Programms Wattenmeer-Achter behandelt werden sollen. LEADER ist ein EU-Förderprogramm für die Entwicklung ländlicher Räume. Ein Beschluss über das weitere Vorgehen ist vorgesehen.