Verhandlungsmandat für die Verwaltung zur kurzfristigen Sicherung von Wohnraum für Bedienstete öffentlicher Aufgabenträger
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Gemeinde will bis zu fünf Wohnungen im Neubau Achter d'Diek 3 für Beschäftigte öffentlicher Aufgabenträger – etwa Lehrkräfte – anmieten und an diese weitervermieten. Als Übergangslösung soll das den akuten Wohnungsmangel für diesen Personenkreis überbrücken, bis dauerhafter Wohnraum in etwa fünf bis sechs Jahren geschaffen ist. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, entsprechende Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern aufzunehmen – befristet auf maximal sechs Jahre.
Einordnung
Beschlussvorlage der Verwaltung (Erstberatung), eingebracht von Bereich Piszczan. Sie ist eine Folge-Vorlage zu einem früheren Ratsbeschluss zur Sicherung von Lehrerwohnraum und betrifft nun den kurzfristigen Bedarf aller öffentlichen Aufgabenträger.
Hintergrund
Im Januar 2020 erteilte der Rat (Beschluss 01/115/2019) ein Verhandlungsmandat zur langfristigen Wohnraum-Sicherung für Lehrpersonal der Inselschule. Eine langfristige Lösung erfordert Neubau oder Zweckbindung und braucht fünf bis sechs Jahre. Beim vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Ehemaliges Künstlerhaus
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Betroffen sind vor allem Lehrkräfte und andere Beschäftigte öffentlicher Stellen, die auf der Insel keine bezahlbare Wohnung finden. Ohne stabile Unterbringung dieser Berufsgruppen gefährdet der enge Wohnungsmarkt den Schulbetrieb und andere öffentliche Angebote. Für die übrige Inselbevölkerung ist die Vorlage indirekt relevant, weil sie die Versorgungsinfrastruktur der Insel sichern soll.
Die wichtigsten Punkte
- Die Verwaltung soll Verhandlungen mit den Eigentümern des Grundstücks Achter d'Diek 3 aufnehmen
- Angestrebt wird die Anmietung von maximal fünf Wohnungen aus dem dortigen Neubau mit 15 Einheiten
- Die Mietdauer ist auf maximal sechs Jahre befristet – oder kürzer, sobald dauerhafter Ersatzwohnraum verfügbar ist
- Die angemieten Wohnungen sollen gesichert an Beschäftigte öffentlicher Aufgabenträger weitervermietet werden
- Ein früheres Vortrittsrecht für öffentliche Träger wurde beim Bebauungsplan ausgeschlossen, daher braucht die Verwaltung jetzt eine neue Ratsermächtigung für Verhandlungen
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/004/2020
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8202 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Der Rat soll grünes Licht geben für einen Neubau auf dem Gelände der Inselschule: Im Erdgeschoss entstehen rund 300 m² Schulfläche für die Ganztagsschule (Küche, Speiseraum, Musikraum u.a.), im Obergeschoss rund 220 m² Wohnfläche für Beschäftigte in öffentlichen Diensten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf grob 4,06 Millionen Euro brutto; die Gemeinde trägt davon rund 2,85 Millionen Euro. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dem Landkreis Wittmund die Baufreigabe zu erteilen — mit der Bedingung, dass die Wohnungen ins Eigentum der Gemeinde übergehen.
Der Gemeinderat befasst sich erneut mit der Frage, wie Lehrerinnen, Lehrer und weiteres Schulpersonal der Inselschule ausreichend mit Wohnraum versorgt werden können. Die Vorlage aktualisiert den Informationsstand nach dem Ratsbeschluss vom Januar 2020. Der Rat hatte damals einstimmig festgestellt, dass Gemeinde und Landkreis Wittmund als Schulträger verpflichtet sind, passendem Wohnraum für Schulpersonal vorzuhalten, und das Land Niedersachsen seinen Anteil leisten müsse.
Die Gemeinde Spiekeroog plant einen Anbau an die Inselschule, der Ganztagsbetrieb und Wohnraum für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes kombiniert. Im Erdgeschoss entstehen Mensa, Aufenthaltsbereiche und Funktionsräume; im Obergeschoss ein Wohngeschoss. Die Finanzierung wird derzeit mit dem Landkreis Wittmund abgestimmt; eine abschließende Übersicht legt die Verwaltung dem Rat zu einem späteren Zeitpunkt vor. Diese Vorlage dient dem Schulausschuss als Sachstandsbericht — es wird kein Beschluss gefasst.
Die Inselschule soll um einen Ganztagsbereich und Wohnraum für Lehrkräfte erweitert werden. Der Anbau ist östlich des bestehenden Schulgebäudes geplant und soll im Erdgeschoss eine sogenannte Mesa mit Küche, Speise- und Ruheraum sowie Freizeitflächen für Kinder und Jugendliche erhalten. In den oberen Etagen sind Wohnungen für Beschäftigte der öffentlichen Hand vorgesehen. Der Bauausschuss soll eine Richtungsentscheidung zu Geschossanzahl, Fassade und Dach treffen — ein konkreter Beschlussvorschlag wird erst in der Sitzung formuliert.