Darstellung der gemeindeeigenden Wohnungssituation und Vorstellung des Sicherungskonzept für Bedarf an Wohnungen der Gemeinde
Stand der Beratung
Zur Kenntnis genommen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 8. November 2018
Zur Kenntnis genommen
am 08. November 2018 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
(2 Beratungen insgesamt — finaler Beschluss aus dem Rat der Gemeinde Spiekeroog)
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Gemeinde Spiekeroog hat 2018 ihren eigenen Wohnungsbestand erfasst und ein Wohnungssicherungskonzept vorgestellt. Die Bedarfsanalyse zeigt: 18 Wohnungen werden allein für Gemeindebeschäftigte benötigt, zusammen mit Lehrkräften, Rettungsdienst und Ärztinnen und Ärzten steigt der Bedarf auf 31. Von den 27 gemeindeeigenen Wohnungen sind tatsächlich nur 8 frei verfügbar — Familienwohnraum für Beschäftigte fehlt vollständig.
Einordnung
Informationsvorlage der Verwaltung, eingebracht von Bürgermeister Koffinke zur Erstberatung in Bauausschuss, Verwaltungsausschuss und Rat im Oktober/November 2018. Die Präsentation dient der Bestandsaufnahme, enthält keinen Beschlussvorschlag.
Hintergrund
Auf einer Insel ohne freien Wohnungsmarkt müssen Arbeitgeber — auch die Gemeinde — selbst für Wohnraum ihrer Beschäftigten sorgen. Die Gemeinde Spiekeroog besitzt mehrere Liegenschaften, die teils mit festen Zweckbindungen belegt sind: Lütt Slurpad 10 für Ärzte, Melksett 19 für Senioren, Noordertün 1 für die Freiwillige Feuerwehr. Viele Wohnungen sind mit Auflagen oder befristeten Nutzungsrechten vergeben, was die real verfügbare Zahl stark reduziert.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Die Vorlage betrifft vor allem Gemeindebeschäftigte, Lehrkräfte, Rettungsdienstpersonal und Ärztinnen und Ärzte — also Menschen, die für die Daseinsvorsorge auf Spiekeroog unverzichtbar sind. Können diese Stellen wegen fehlenden Wohnraums nicht besetzt werden, spüren alle Insulaner:innen das — bei Schule, Kindergarten, medizinischer Versorgung und Verwaltung. Für die Allgemeinheit entstehen durch diese Informationsvorlage keine unmittelbaren Kosten oder Änderungen.
Die wichtigsten Punkte
- Die Gemeinde benötigt 18 Wohnungen für eigene Beschäftigte und bis zu 31, wenn Kreis- und Landespersonal (Schule, Rettungsdienst, Lehrkräfte, Ärzte) einbezogen wird
- Theoretisch besitzt die Gemeinde 27 Wohnungen, praktisch nutzbar sind davon 18, tatsächlich frei verfügbar aber nur 8
- Drei Liegenschaften sind mit festen Zweckbindungen belegt: Lütt Slurpad 10 für Ärzte, Melksett 19 für Senioren, Noordertün 1 für die Freiwillige Feuerwehr
- Einige Wohnungen wurden ohne vertragliche Sicherung vergeben und stehen der Gemeinde damit langfristig nicht gesichert zur Verfügung
- Familienwohnraum für Gemeindebeschäftigte fehlt laut Konzept vollständig
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/082/2018
- Typ
- ℹ️ Informationsvorlage
- Anhänge
- 2 Dokumente
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (2)
- 📄InformationsvorlagePDF; CHARSET=UTF-898 kB
- 📄Wohnungssicherungskonzept Gemeinde SpiekeroogPDF; CHARSET=UTF-8114 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Die Gemeinde Spiekeroog will die Vergaberichtlinien für ihre gemeindeeigenen Wohnungen neu regeln oder beschließen. Der Rat berät und beschließt, nach welchen Kriterien diese Wohnungen an Bewerber:innen vergeben werden. Ein Beschlussvorschlag liegt laut Vorlage vor, sein Inhalt ist ohne PDF nicht bekannt.
Die Gemeinde will zwei Wohnungen im Feuerwehrhaus (Noordertün 1) an aktive Feuerwehrmitglieder vermieten. Eine Kündigung bei Austritt aus der Feuerwehr ist rechtlich nicht möglich, weil freiwillige Feuerwehrmitglieder keine abhängig Beschäftigten sind. Der Rat soll entscheiden, ob die Mietverträge mit den vorgeschlagenen Personen abgeschlossen werden und ob Untervermietung auch an Personen außerhalb der Feuerwehr erlaubt sein soll.
Das Ortskommando der Freiwilligen Feuerwehr soll künftig eigenständig über die Vergabe der drei gemeindeeigenen Mietwohnungen im Feuerwehrgerätehaus entscheiden. Bisher lag das Recht beim Rat, der die Vorschläge des Ortskommandos berücksichtigen musste. Die Verwaltung schlägt vor, den Ratsbeschluss von 2017 aufzuheben und das Verfahren mit acht klaren Kriterien neu zu regeln.
Ein Lagerraum soll in eine Mitarbeiterwohnung umgenutzt werden — dazu liegt ein Bauantrag vor, über den der Gemeinderat zu befinden hat. Der genaue Standort und der Antragsteller sind aus dem Titel nicht erkennbar.