Wohnraum für Beschäftigte der Inselschule
Stand der Beratung
Ohne Beschluss behandelt · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 10. Dezember 2020
In Beratung — Entscheidung steht aus
am 10. Dezember 2020 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
(2 Beratungen insgesamt — finaler Beschluss aus dem Rat der Gemeinde Spiekeroog)
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDer Gemeinderat befasst sich erneut mit der Frage, wie Lehrerinnen, Lehrer und weiteres Schulpersonal der Inselschule ausreichend mit Wohnraum versorgt werden können. Die Vorlage aktualisiert den Informationsstand nach dem Ratsbeschluss vom Januar 2020. Der Rat hatte damals einstimmig festgestellt, dass Gemeinde und Landkreis Wittmund als Schulträger verpflichtet sind, passendem Wohnraum für Schulpersonal vorzuhalten, und das Land Niedersachsen seinen Anteil leisten müsse.
Einordnung
Informationsvorlage der Verwaltung, eingebracht zur Folge-Beratung in Schulausschuss, Verwaltungsausschuss und Rat im November und Dezember 2020. Sie dient der Aktualisierung des Sachstands nach dem Ratsbeschluss vom 23. Januar 2020.
Hintergrund
Auf Spiekeroog fehlt Wohnraum für neu eingestellte Lehrkräfte und Schulbedienstete — ein Problem, das spätestens ab Frühjahr 2020 akut wurde. Im November 2019 initiierten Elternvertreter und Schulleitung ein Orientierungsgespräch mit der Gemeinde. Der Rat beschloss am 23. Januar 2020 einstimmig, dass Gemeinde und Landkreis Wittmund als Schulträger die Pflicht haben, ausreichenden Wohnraum zu sichern, und dass das Land Niedersachsen seinen Anteil tragen muss. Als Übergangslösung wurde unter anderem Wohnraum im ehemaligen Künstlerhaus diskutiert; ein Neubau wurde als langfristige Lösung genannt, da er vier bis sechs Jahre dauern würde.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Ohne ausreichenden Wohnraum für Lehrkräfte riskiert die Inselschule, Stellen nicht besetzen zu können — was den Schulbetrieb für alle Familien auf Spiekeroog gefährdet. Mittelbar betrifft das alle Insulaner:innen mit schulpflichtigen Kindern. Ob und wie die Gemeinde eigene Mittel einsetzt oder Landkreis und Land in die Pflicht nimmt, ist noch offen.
Die wichtigsten Punkte
- Die Inselschule hat bereits ab Frühjahr 2020 Stellen neu zu besetzen, für die kein Wohnraum vorhanden ist
- Der Rat beschloss im Januar 2020 einstimmig, dass Landkreis und Land als Schulträger die Hauptverantwortung für Wohnraum tragen
- Werkmietverträge — bei denen die Wohnung an die Beschäftigung gebunden ist — wurden vom Landkreis bisher verweigert
- Als Übergangslösung wurde Wohnraum im ehemaligen Künstlerhaus erwogen; ein Neubau gilt als langfristige Lösung
- Die Vorlage enthält keinen neuen Beschlussvorschlag, sondern dient der Sachstandsaktualisierung
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/069/2020
- Typ
- ℹ️ Informationsvorlage
- Anhänge
- 3 Dokumente
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (3)
- 📄InformationsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8196 kB
- 📄Protokollauszug Ratssitzung 23.01.2020 WohnraumPDF; CHARSET=UTF-8310 kB
- 📄Vorlage 01 108 2019PDF; CHARSET=UTF-862 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Die Gemeinde Spiekeroog plant einen Anbau an die Inselschule, der Ganztagsbetrieb und Wohnraum für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes kombiniert. Im Erdgeschoss entstehen Mensa, Aufenthaltsbereiche und Funktionsräume; im Obergeschoss ein Wohngeschoss. Die Finanzierung wird derzeit mit dem Landkreis Wittmund abgestimmt; eine abschließende Übersicht legt die Verwaltung dem Rat zu einem späteren Zeitpunkt vor. Diese Vorlage dient dem Schulausschuss als Sachstandsbericht — es wird kein Beschluss gefasst.
Die Inselschule soll um einen Ganztagsbereich und Wohnraum für Lehrkräfte erweitert werden. Der Anbau ist östlich des bestehenden Schulgebäudes geplant und soll im Erdgeschoss eine sogenannte Mesa mit Küche, Speise- und Ruheraum sowie Freizeitflächen für Kinder und Jugendliche erhalten. In den oberen Etagen sind Wohnungen für Beschäftigte der öffentlichen Hand vorgesehen. Der Bauausschuss soll eine Richtungsentscheidung zu Geschossanzahl, Fassade und Dach treffen — ein konkreter Beschlussvorschlag wird erst in der Sitzung formuliert.
Der Rat soll grünes Licht geben für einen Neubau auf dem Gelände der Inselschule: Im Erdgeschoss entstehen rund 300 m² Schulfläche für die Ganztagsschule (Küche, Speiseraum, Musikraum u.a.), im Obergeschoss rund 220 m² Wohnfläche für Beschäftigte in öffentlichen Diensten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf grob 4,06 Millionen Euro brutto; die Gemeinde trägt davon rund 2,85 Millionen Euro. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dem Landkreis Wittmund die Baufreigabe zu erteilen — mit der Bedingung, dass die Wohnungen ins Eigentum der Gemeinde übergehen.
Der Rat soll die Dachform für den geplanten Erweiterungsbau an der Inselschule festlegen, der Schulfläche und Wohnraum für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes vereint. Die Verwaltung hat fünf Varianten geprüft und empfiehlt ein Satteldach mit Gauben — es liefert zwar die kleinste Wohnfläche (rund 319 m²), fügt sich aber am besten in das bestehende Schulensemble und die Baugestaltungssatzung ein. Ein Flachdach würde mehr Fläche bieten, aber eine Ausnahme von der Satzung erfordern; ein Pultdach wäre flächenreicher, aber teurer und baulich dominanter. Der Beschlussvorschlag lautet: Satteldach mit Gauben als verbindliche Planungsgrundlage.