Die Eigentümer eines Gewerbegebäudes auf Spiekeroog beantragen, einen Teil des Gebäudes in ein Café umzunutzen. Bisher befanden sich dort ein Ladengeschäft, ein Eisladen und Dauerwohnraum; ein Zimmer von 37 qm fällt als Wohnfläche weg, drei Dauerwohnungen bleiben jedoch erhalten. Der Gemeinderat soll das Einvernehmen zur Ausnahme von der bestehenden Veränderungssperre (B-Plan Nr. 22) sowie zur Genehmigung nach der Erhaltungssatzung erteilen.
Wohnen & Bauen
Wohnraum für Insulaner, Bauleitplanung, Sanierung, Gestaltungssatzung.
Wohnraum für Insulaner:innen ist auf Spiekeroog knapp. Die meisten Häuser im Ortskern sind Ferienwohnungen, Dauerwohnraum ist die Ausnahme — und Bauland ist quasi nicht vorhanden.
Die kommunalpolitischen Werkzeuge sind Bauleitplanung (Flächennutzungsplan, Bebauungspläne), Gestaltungssatzungen, das Erbbaurecht im Baugebiet Slurpad und das gemeindliche Einvernehmen bei einzelnen Bauanträgen. Wiederkehrende Großthemen sind die Erweiterung der Inselschule mit integriertem Lehrer- und Wohnraum, das Sanders Quartier sowie Nutzungsänderungen von Dauer- in Ferienwohnungen.
Die Linie zwischen „Wohnraum für Einheimische“ und „Bewahrung des Inselbilds“ zieht sich durch fast jede Beratung.
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Der Rat soll die 7. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) der Gemeinde Spiekeroog förmlich feststellen. Die Änderung umfasst rund 42 Hektar und damit nahezu den gesamten Siedlungsbereich der Insel. Sie schafft die planungsrechtliche Grundlage für den parallel aufgestellten Bebauungsplan Nr. 22, der das Verhältnis von Dauerwohn- und Ferienwohnnutzung steuern soll. Der Rat soll den Abwägungsvorschlägen zu den eingegangenen Stellungnahmen zustimmen und den FNP anschließend festzustellen.
Die Inselschule benötigt für die geplante Neueinstellung eines Englischlehrers zum Schuljahr 2024/25 eine Wohnung auf der Insel. Die Verwaltung schlägt vor, dem neuen Lehrer eine Gemeindewohnung befristet bis 31. Juli 2025 zu einer Kaltmiete von ca. 12,50 Euro pro Quadratmeter anzubieten und dabei den regulären Vergabeweg auszusetzen. Langfristig soll Lehrerwohnraum im Neubau über einer neuen Schulmensa entstehen.
Die Deutsche Post plant auf Spiekeroog einen vollautomatischen Post-Servicestationen aufzustellen, der rund 90 Prozent der üblichen Filialleistungen abdeckt und rund um die Uhr zugänglich wäre. Als Standorte kommen die Sporthalle (Noorderpad 20A) oder der Bauhof der Nordseebad Spiekeroog GmbH (Westerloog 11) in Frage. Der Verwaltungsausschuss empfiehlt, die Errichtung in der Zone der Baugestaltungssatzung II auf privaten Flächen grundsätzlich für möglich zu erklären; Baugenehmigungen muss der Vorhabenträger selbst einholen.
Ein Gebäude auf Spiekeroog wurde ursprünglich als Wohngebäude genehmigt, aber seit langem als Ferienwohnung vermietet. Die Eigentümer beantragten am 1. März 2024 nachträglich eine Nutzungsänderung von Dauerwohnen zu Ferienwohnen. Die Verwaltung empfiehlt, das gemeindliche Einvernehmen zu versagen, da die laufende Veränderungssperre für den Bebauungsplan Nr. 22 „Dorf
Eine bestehende Hotelanlage auf Spiekeroog soll modernisiert und erweitert werden. Geplant sind neue Zimmer und Suiten im 4-Sterne-Segment, ein zweiter Fluchtweg mit Treppenhaus und Aufzug sowie Verbesserungen an Dach, Fassade und Brandschutz. Der Bauausschuss soll den aktuellen Planungsstand billigen und die Verwaltung beauftragen, die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung zu schaffen.
Landkreis Wittmund und Gemeinde Spiekeroog planen einen Erweiterungsbau östlich der Inselschule. Im Erdgeschoss soll eine sogenannte Mesa für den Ganztagsbetrieb entstehen, mit Küche, Speiseraum, Ruheraum und Freizeitflächen. In den oberen Etagen ist Wohnraum für Beschäftigte der öffentlichen Hand, vor allem Lehrkräfte, vorgesehen. Der Bauausschuss soll eine Richtungsentscheidung zu Geschossanzahl, Fassade und Dachform treffen; der genaue Beschlusstext wurde erst in der Sitzung formuliert.