Information nach Richtlinie für die Aufnahme von Krediten und Umschuldungen von Krediten von 2007
Stand der Beratung
Zur Kenntnis genommen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 8. November 2018
Zur Kenntnis genommen
am 08. November 2018 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
(2 Beratungen insgesamt — finaler Beschluss aus dem Rat der Gemeinde Spiekeroog)
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Gemeinde Spiekeroog informiert den Rat über zwei 2018 aufgenommene Investitionskredite. Für das Wohnbauprojekt Achter d'Diek wurden 2.965.000 Euro bei der Wüstenrot Bausparkasse aufgenommen, für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED 70.000 Euro über die KfW. Beide Kredite haben eine Zinsbindung von 10 Jahren; die Verwaltung hatte zuvor 15 Banken angefragt.
Einordnung
Informationsvorlage der Gemeindeverwaltung, mit der der Rat pflichtgemäß über aufgenommene Investitionskredite unterrichtet wird — wie von einer kommunalen Kreditrichtlinie aus dem Jahr 2007 vorgeschrieben.
Hintergrund
Nach § 92 Abs. 1 Satz 2 der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NOG) und einer gemeindlichen Richtlinie von 2007 muss der Rat im Rahmen der Jahresabschlüsse über Kreditaufnahmen informiert werden. Auf Antrag eines Ratsmitglieds erfolgte die Information für das Wohnbauprojekt Achter d'Diek vorab. Die Verwaltung hatte 15 Banken und Finanzdienstleister angefragt; davon gaben 3 zu beiden Kreditanfragen Angebote ab, 2 weitere nur zu einer.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Das Wohnbauprojekt Achter d'Diek betrifft Insulaner:innen, die auf Wohnraum auf Spiekeroog angewiesen sind. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED wirkt sich auf alle Bewohner:innen und Gäste aus — sie betrifft das öffentliche Licht im gesamten Ort und kann langfristig Betriebskosten senken. Die Kreditkonditionen belasten den Gemeindehaushalt und damit mittelbar die Finanzsituation der Gemeinde.
Die wichtigsten Punkte
- Für das Wohnbauprojekt Achter d'Diek nimmt die Gemeinde einen Kredit über 2.965.000 Euro bei der Wüstenrot Bausparkasse auf (effektiver Zins: 1,4 %, Zinsbindung 10 Jahre)
- Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik wird ein KfW-Kredit über 70.000 Euro aufgenommen (effektiver Zins: 0,35–0,5 %, Zinsbindung 10 Jahre)
- Die KfW hatte einen Kredit für das Wohnbauprojekt wegen dessen wirtschaftlicher Tätigkeit abgelehnt
- Von 15 angefragten Instituten gaben nur 3 zu beiden Kreditanfragen Angebote ab
- Die Vorlage enthält keinen Beschlussvorschlag — es handelt sich um eine reine Informationspflicht gegenüber dem Rat
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/080/2018
- Typ
- ℹ️ Informationsvorlage
- Anhänge
- 2 Dokumente
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (2)
- 📄InformationsvorlagePDF; CHARSET=UTF-899 kB
- 📄Kreditaufnahme 2018 SachstandPDF; CHARSET=UTF-810 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Die Gemeinde will die gesamte Straßenbeleuchtung Spiekeroogs auf moderne LED-Technik umrüsten. Die bisherigen Leuchten sind veraltet und nur noch mit Notbehelfen funktionsfähig. Dafür hat die Gemeinde einen Bundesförderbescheid über rund 20.053 Euro erhalten — 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 87.139 Euro; rund 70.000 Euro muss die Gemeinde selbst finanzieren. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, das Projekt bis zum 31. März 2018 abzuschließen.
Die Gemeinde soll eine Schlussrechnung über 3.956,75 Euro für externe Beratungsleistungen zum Wohnbauprojekt „Achter d'Diek
Die Gemeinde Spiekeroog vergibt die Bauleitung und Objektbetreuung für das Wohnbauprojekt Achter d'Diek an ein externes Ingenieurbüro. Das Sachverständigenbüro Andreesen aus Emden soll die Bauüberwachung (Phase 8) für rund 68.800 Euro sowie die anschließende Objektbetreuung (Phase 9) für rund 4.300 Euro übernehmen. Der Rat soll den Bürgermeister zum Vertragsabschluss ermächtigen.
Die Gemeinde überträgt Haushaltsmittel aus 2016 und 2017 ins Haushaltsjahr 2018, damit sechs geplante Projekte umgesetzt werden können. Betroffen sind: Glasfaserleitung Rathaus–Poststelle (60.000 Euro), Erneuerung der Straßenlaternen (90.000 Euro), zweiter Ausrückweg und Straßenreparaturen (rund 106.500 Euro), das Wohnbauprojekt Achter d'Diek (2.965.000 Euro), ein Zaun für den Kindergarten (8.100 Euro) sowie neue Kleidung für die Freiwillige Feuerwehr (1.450 Euro). Der Rat soll die Mittelübertragung formell beschließen.