Subventionierung von Fährkosten für Inselbewohner
Stand der Beratung
Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 31. August 2023
Beschlossen — einstimmig
am 31. August 2023 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog begrüßt die Subventionierung von insularen Mobilitätskosten wie in Ziffer 1-3 dieser Beschlussvorlage dargestellt und bittet die Verwaltung, eine entsprechende Vereinbarung mit der Nordseebad Spiekeroog GmbH zu schließen. In den Haushalt 2024 ff werden dafür EUR 10.000,- jährlich eingestellt. Die Vereinbarung gilt ab dem Zeitpunkt eines positiven Haushaltsbeschlusses bis einschl. 2025 und ist im Zuge der Haushaltsberatung für den Haushalt 2026 auf Fortführung, Ausweitung oder Reduzierung zu prüfen. Es gab eine Anfrage von Insulanern, die Preise der Fahrkarten für Hunde zu verringern. Da die NSB dies nicht leisten könnte, wurde die Gemeinde für eine Subventionierung angefragt. Die Jahreskarten für Insulaner sollen auf dem Verkaufspreis von 2022 gehalten werden und von den sonst üblichen, jährlichen Preissteigerungen ausgenommen werden. Die Jahresfahrkarte für Hunde sollte um 50% reduziert werden, ebenso sollten die Preise für Einzelfahrten für Fahrräder gesenkt werden. BM Kösters sagt, dass die neuen Tarife im Herbst festgelegt werden. Es geht auch um den Haushalt 2024 und darüber hinaus. Die Fährpreise sollten möglichst günstig angeboten werden, gerade für die Menschen, die hier leben. Die Hunde- und Fahrradpreise sind politisch gewollt. RV Redelfs betont, dass ihrer Meinung nach eher die Menschen subventioniert werden sollten und nicht die Tiere.
ZusammenfassungAutomatisch · KI
Wie das funktioniertVon Claude (KI) ausschließlich aus der Originalvorlage erstellt — kein amtlicher Text der Gemeinde. Verbindlich ist die verlinkte Originalvorlage.
Die Gemeinde Spiekeroog will die Fährkosten für Insulaner:innen dauerhaft bezuschussen. Konkret soll der Preis der Jahresfahrkarte bei 365 Euro (Erwachsene) eingefroren werden, obwohl der kalkulierte Fahrpreis bereits über 400 Euro steigen würde. Zusätzlich sollen Jahresfahrkarten für Hunde und Einzelfahrten für Fahrräder von Insulaner:innen um je 50 Prozent verbilligt werden. Der Rat soll einer Vereinbarung mit der Nordseebad Spiekeroog GmbH zustimmen und dafür 10.000 Euro jährlich in den Haushalt einstellen.
Einordnung
Beschlussvorlage der Verwaltung, eingebracht vom Bürgermeister in Abstimmung mit der Nordseebad Spiekeroog GmbH. Erstberatung im Verwaltungsausschuss, abschliessende Beschlussfassung im Rat.
Hintergrund
Insulaner:innen können seit Jahren eine vergünstigte Jahresfahrkarte kaufen. Der tatsächliche Fahrpreis liegt aber schon für 2023 bei kalkulierten 390 Euro und soll 2024 über 400 Euro steigen. Beim Frühjahrsempfang 2023 forderten Bewohner:innen günstigere Hundfahrkarten. Die Reederei ist zu 100 Prozent Tochter der Gemeinde, handelt aber als GmbH eigenständig, sodass die Gemeinde Preise nicht direkt vorschreiben kann.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Alle auf Spiekeroog gemeldeten Bewohner:innen profitieren vom Einfrieren des Jahreskartenpreises bei 365 Euro. Hundehalter:innen und Fahrradbesitzer:innen sparen zusätzlich bis zu 50 Prozent auf ihre Fährtickets. Die Gemeinde trägt die Differenz aus eigenen Haushaltsmitteln, was die allgemeine Finanzlage der Gemeinde belastet.
Die wichtigsten Punkte
- Die Jahresfahrkarte für Erwachsene bleibt bei 365 Euro, obwohl der kalkulierte Preis 2024 über 400 Euro liegen würde
- Die Jahresfahrkarte für Hunde von Insulaner:innen wird um 50 Prozent verbilligt
- Einzelfahrten für Insulaner-Fahrräder werden um 50 Prozent günstiger
- Die Gemeinde stellt dafür 10.000 Euro jährlich in den Haushalt ein
- Die Vereinbarung mit der Nordseebad Spiekeroog GmbH soll bis 2025 gelten und dann neu bewertet werden
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 24. August 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/080/2023
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 24. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 24. August 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-891 kB≈ 6 k Zeichen Volltext
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Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Der Rat soll rückwirkend genehmigen, dass sich die Nordseebad Spiekeroog GmbH seit 2021 mit 100.000 Euro an der WattnExpress Besitz GmbH beteiligt — einer Gesellschaft, die den Wasserbus WattnExpress hält und verchartert. Die damals erforderliche Ratsbeteiligung wurde versäumt; die Kommunalaufsicht des Landkreises Wittmund hat dies 2024 beanstandet und die nachträgliche Beschlussfassung gefordert. Die Beteiligung selbst hat die Aufsicht als inhaltlich rechtmäßig bestätigt.
Die Gemeinde soll insgesamt 133.750 Euro als kommunalen Eigenanteil für zwei EU-geförderte LEADER-Projekte der Nordseebad Spiekeroog GmbH bereitstellen. Für das Historische Rettungshaus wird die bisherige Zusage von 50.000 Euro auf 71.250 Euro aufgestockt, weil zusätzliche Fördermittel verfügbar sind. Neu hinzu kommt eine Kofinanzierung von 62.500 Euro für die Gleisverlängerung, die als Startprojekt der neuen LEADER-Förderperiode anerkannt wurde. Die Verwaltungsleitung knüpft ihre Zustimmung daran, dass die laufende Spendenkampagne der NSB die Gemeindemittel gegenfinanziert.
Die Gemeinde will die Gebühren für Fahrzeuge erhöhen, die auf Spiekerooger Gemeindestraßen fahren dürfen — also E-Karren, Anhänger, Schlepper und ähnliche Fahrzeuge mit Sondergenehmigung. Künftig sollen sowohl das Fahrzeuggewicht als auch die tatsächlich gefahrenen Kilometer die Gebührenhöhe bestimmen. Die Verwaltung schlägt drei Modelle vor; allen gemeinsam ist eine Gewichtspauschale von 0,10 € pro Kilogramm. Der Rat soll die Erhöhung zum 1. Januar 2014 beschließen und festlegen, dass die Einnahmen ausschließlich für Straßenreparaturen verwendet werden.
Familien auf Spiekeroog zahlen für den Besuch der Hermann Lietz-Schule trotz kommunaler Zuschüsse rund 4.000 Euro pro Jahr selbst. Die Verwaltung sieht darin einen Grund, warum Familien die Insel verlassen. Sie bittet den Schulausschuss um ein Stimmungsbild, ob der Schulbesuch mittelfristig für alle Jugendlichen kostenfrei werden soll — finanziert durch höhere kommunale Zuschüsse.