Die Gemeinde will die seit 2008 geltende KFZ-Richtlinie zur Anhängernutzung auf Spiekeroog wieder konsequent durchsetzen. In den vergangenen Jahren wurde die Richtlinie kaum noch vollzogen: Die Zahl der Anhänger stieg, Genehmigungen wurden nicht eingeholt, überbreite Fahrzeuge beschädigten Straßen und Grünflächen. Der Rat soll die verbindliche Anwendung bekräftigen, ein Anhängerregister beauftragen und ab 1. November 2025 striktere Regeln in Kraft setzen.
Verkehr & Fähre
Fährbetrieb NSB, Verkehr auf der Insel, Bahnhof, Anbindung.
Die Fähre der Reederei Spiekeroog ist die einzige Verbindung zum Festland — ohne sie steht das Inselleben still. Tarife, Fahrpläne, Frachtkosten und die Anbindung an Neuharlingersiel sind deshalb Dauerthemen, auch wenn der Rat dort nur indirekt mitentscheidet.
Auf der Insel selbst gilt das Verbot von privaten Kraftfahrzeugen. Verkehr heißt hier: Pferdefuhrwerk, Inselbahn, Elektrokarren der Hoteliers, Lieferverkehr in der Saison. Vorlagen drehen sich um Wartung der Inselbahn, Genehmigungen für gewerbliche Anhänger und Parkraum-Fragen am Festland.
Strittig ist häufig, wie der zunehmende Liefer- und Saisonverkehr verträglich geregelt wird, ohne die autofreie Identität der Insel auszuhöhlen.
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Das Inselmobi — der gemeindliche Fahrdienst für mobilitätseingeschränkte Personen — soll künftig WEX-Fahrten nur noch durchführen, wenn beim Buchen vorab geklärt wurde, dass kein oder nur leichtes Handgepäck dabei ist. Hintergrund ist ein wachsender Konflikt: Die Schnellfähre WEX bietet keinen eigenen Gepäckservice am Anleger an, und Gäste erwarten oft, dass das Inselmobi ihr Gepäck mitnimmt — was das Fahrzeug und die ehrenamtlichen Fahrer:innen überfordert. Zusätzlich soll eine kostenpflichtige Notfalllösung für Gepäcktransporte geprüft werden. Die Nordseebad Spiekeroog GmbH wird beauftragt, Gäste und Gastgeber besser zu informieren.
Der Rat soll rückwirkend genehmigen, dass sich die Nordseebad Spiekeroog GmbH seit 2021 mit 100.000 Euro an der WattnExpress Besitz GmbH beteiligt — einer Gesellschaft, die den Wasserbus WattnExpress hält und verchartert. Die damals erforderliche Ratsbeteiligung wurde versäumt; die Kommunalaufsicht des Landkreises Wittmund hat dies 2024 beanstandet und die nachträgliche Beschlussfassung gefordert. Die Beteiligung selbst hat die Aufsicht als inhaltlich rechtmäßig bestätigt.
Die Gemeinde Spiekeroog will die Fährkosten für Insulaner:innen dauerhaft bezuschussen. Konkret soll der Preis der Jahresfahrkarte bei 365 Euro (Erwachsene) eingefroren werden, obwohl der kalkulierte Fahrpreis bereits über 400 Euro steigen würde. Zusätzlich sollen Jahresfahrkarten für Hunde und Einzelfahrten für Fahrräder von Insulaner:innen um je 50 Prozent verbilligt werden. Der Rat soll einer Vereinbarung mit der Nordseebad Spiekeroog GmbH zustimmen und dafür 10.000 Euro jährlich in den Haushalt einstellen.
Die Gemeinde soll insgesamt 133.750 Euro als kommunalen Eigenanteil für zwei EU-geförderte LEADER-Projekte der Nordseebad Spiekeroog GmbH bereitstellen. Für das Historische Rettungshaus wird die bisherige Zusage von 50.000 Euro auf 71.250 Euro aufgestockt, weil zusätzliche Fördermittel verfügbar sind. Neu hinzu kommt eine Kofinanzierung von 62.500 Euro für die Gleisverlängerung, die als Startprojekt der neuen LEADER-Förderperiode anerkannt wurde. Die Verwaltungsleitung knüpft ihre Zustimmung daran, dass die laufende Spendenkampagne der NSB die Gemeindemittel gegenfinanziert.
Der Rat soll eine Gebührensatzung für die gemeindlichen Inselmobis beschließen — elektrische Kleinstfahrzeuge (Golf Caddys), die mobilitätseingeschränkte Menschen auf der autofreien Insel befördern. Die Satzung regelt, wer zahlt, wie viel und wie das Geld abgerechnet wird. Sie tritt zum 1. April 2023 in Kraft.
Die Verwaltung schlägt vor, das seit 2021 geplante Bauprojekt einer Deichrampe im Gebiet Achter d'Diek aufzugeben. Stattdessen soll die Wendesituation dort mit einfachen Mitteln verbessert werden; die bisherigen Planungen werden gesichert und können bei künftigen Vorhaben in dem Gebiet wieder aufgegriffen werden. Hintergrund sind erhebliche Verzögerungen, behördliche Auflagen des NLWKN sowie gestiegene Baukosten, die die Verwaltung an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme zweifeln lassen.
Ein ortsansässiger Spediteur beantragt die Genehmigung, einen Hoflader (kompaktes Radladerfahrzeug) ganzjährig auf Gemeindestraßen zu nutzen. Geplante Einsätze sind das Verladen von Schüttgut am Hafen, Transporte in engen Hausgassen sowie die Unterstützung des Reitbetriebs Petschat bei der Pferdeversorgung. Zusätzlich soll das Fahrzeug im Sommerhalbjahr der Nordseebäderbetriebe (NSB) für Strandreinigung und Strandkorbauf- und -abbau zur Verfügung stehen. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dem Hafeneinsatz zuzustimmen; über die übrigen Punkte berät und beschließt der Rat in der Sitzung.
Ein Spiekerooger Spediteur beantragt die ganzjährige Sondernutzung der Gemeindestraßen mit einem Pferdeanhänger. Bisher darf der Anhänger nur am Hafen eingesetzt werden — Pferde müssen dort verladen werden, was bei Betrieb und Unruhe am Hafen oft schwierig ist. Mit TÜV-Zulassung sollen Pferde künftig direkt am Stall oder auf der Weide verladen und zur Fähre gebracht werden. Der Beschlussvorschlag lautet: Dem ganzjährigen Betrieb des Pferdeanhängers wird zugestimmt.
Im Hafen Spiekeroog wurde 2021 gemeinsam mit dem Landkreis Wittmund ein Rettungssteg gebaut, der die Anlegesituation für das Seenotrettungsboot der DGzRS verbessert. Das Projekt ist noch nicht vollständig abgeschlossen: Restarbeiten, eine Erhöhung des Steges für den WattnExpress, ein Pachtvertrag mit der Nordseebad Spiekeroog GmbH sowie eine Nutzungsverordnung stehen noch aus. Die Verwaltung informiert Rat und Verwaltungsausschuss über diese offenen Punkte und kündigt deren zeitnahe Umsetzung an.
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog soll einen früheren Beschluss aufheben und stattdessen befürworten, dass der Hafenzweckverband Neuharlingersiel Gesellschafter der neu zu gründenden Unser Neuharlingersiel GmbH wird. Diese GmbH soll Attraktivitätssteigerungen im Hafenumfeld von Neuharlingersiel umsetzen, etwa neue Parkplätze und eine Neugestaltung des Hafenrandbereichs. Eine Beteiligung des Hafenzweckverbandes würde Spiekeroog als dessen Mitglied Mitsprache in der neuen Gesellschaft sichern.
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog soll dem Gesellschaftsvertrag der neu zu gründenden 'Unser Neuharlingersiel GmbH' zustimmen. Diese GmbH soll Tourismus, Kultur, Hafen und Wirtschaft in Neuharlingersiel fördern und sich am Masterplan für den dortigen Kutterhafen orientieren. Gesellschafter werden die Gemeinde Neuharlingersiel (75 %) und der Hafenzweckverband Neuharlingersiel (25 %) mit einem Stammkapital von 25.000 Euro. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass der Rat zustimmt und die Spiekerooger Verbandsvertreter beauftragt, dem Vertrag in der Verbandsversammlung des Hafenzweckverbandes ebenfalls zuzustimmen.
Ein auf der Insel ansässiges Bauunternehmen beantragt die ganzjährige Zulassung einer elektrischen Transportkarre (E-Karre) für den Materialtransport zwischen Baustellen. Als Begründung nennt das Unternehmen gleichzeitig laufende Baustellen, Lieferverzögerungen und unzureichende Alternativen wie Fahrrad oder Spediteur. Der Rat soll dem Antrag zustimmen; der Betrieb muss einen Fahrtennachweis für die jährliche Sondernutzungsgebührenabrechnung führen.
Eine auf Spiekeroog ansässige Tischlerei beantragt die ganzjährige Zulassung einer elektrischen Transportkarre (E-Karre) für den Materialtransport zwischen ihren Baustellen. Als Begründung nennt der Betrieb Lieferengpässe bei der Inselspedition und das hohe Materialvolumen, das weder per Fahrrad noch witterungsgeschützt transportiert werden kann. Der Beschlussvorschlag lautet: Der Antrag wird genehmigt.
Die Gemeinde Spiekeroog soll einem geförderten Projekt beitreten, das das Gemeinwesen auf der Insel stärken und Insulaner:innen bei Fragen zu Mobilität, Versorgung und Zusammenleben einbeziehen will. Dafür soll ein 'Inselbüro Spiekeroog' entstehen, von dem aus eine halbe Personalstelle (sogenannte Insellotsin/Insellotse) das Projekt bis Ende 2020 betreut. Spiekeroog nimmt gemeinsam mit Juist und Wangerooge unter dem Dachantrag der ARSU Oldenburg teil. Der Rat soll die Projektteilnahme genehmigen und die Stellenbesetzung freigeben, wobei eine Kombination mit einer Nachhaltigkeitsmanagerin bei der NSB angestrebt wird.
Ein Gewerbebetrieb beantragt die ganzjährige Zulassung eines Elektrofahrzeugs auf Spiekeroog. Der Betrieb bietet Gepäck-, Getränke-, Reinigungs-, Wäsche- und Hausmeisterservice an und begründet den Bedarf damit, dass der bisherige Spediteur den Gepäcktransport zum 01.01.2020 einstellt. Die Verwaltung empfiehlt die Zulassung; der Betrieb muss einen Fahrtnachweis führen und Sondernutzungsgebühren zahlen.
Ein Bauunternehmen beantragt die ganzjährige Zulassung einer elektrischen Transportkarre (E-Karre) für den Materialtransport zwischen seinen Baustellen auf der Insel. Begründet wird dies mit der eingeschränkten Bauzeit, fehlenden Kapazitäten beim ansässigen Spediteur und dem Gleichheitsgrundsatz gegenüber bereits genehmigten Betrieben. Der Beschlussvorschlag lautet: Dem Antrag wird zugestimmt.
Die NSB beantragt eine Ausnahmegenehmigung vom allgemeinen Kraftfahrzeugverbot auf Spiekeroog für ein elektrisches Quad-Fahrzeug. Geplanter Einsatz: DLRG-Rettungsdienst am Hauptstrand und Mülltouren im Außenbereich. Die Verwaltung sieht den Müllentransport per E-Quad als nicht genehmigungsfähig an, da andere Fahrzeuge ausreichen. Für den DLRG-Einsatz stellt der Beschlussvorschlag dem Rat die Entscheidung anheim — bei Zustimmung nur mit strengen Auflagen.
Die Gemeinde Spiekeroog soll außerplanmäßig ein neues Elektrofahrzeug für den Inselmobi-Dienst kaufen. Die TÜV-Prüfung ergab, dass eines der drei Inselmobile nicht mehr weiter betrieben werden darf. Ohne Ersatz würde im Sommer ein dringend benötigtes drittes Fahrzeug fehlen. Der Rat soll die Anschaffung des D-Line DV-4 GL (Elektro, 48V) von DIVACO für brutto 11.709,60 Euro beschließen.
Der Rat soll schwere Transportanhänger dauerhaft für die Belieferung des Spiekerooger Frischemarktes zulassen. Die Fahrzeuge überschreiten die auf der Insel geltende 6-Tonnen-Grenze und brauchen deshalb eine Ausnahmegenehmigung vom allgemeinen Kraftfahrzeugverbot. Die Fahrtstrecke ist auf die Route Hafen–Wüppspoor–Melksett beschränkt. Die Gemeinde soll den Straßenzustand dokumentieren und jährlich prüfen, ob Schäden entstanden sind.
Die Gemeinde will die Straße Bi d' Utkiek zwischen Noorderpad und Slurpad zur Einbahnstraße machen — von West nach Ost. Hintergrund ist die gefährliche Enge dieser Straße, die zugleich der Hauptausrückweg der Feuerwehr und des Rettungsdienstes für den Inselosten ist. Der Gemeinderat hatte eine solche Regelung im Dezember 2017 zunächst abgelehnt; die Vorlage bringt den Vorschlag erneut ein. Fahrräder sollen in der Gegenrichtung weiterhin fahren dürfen.
Das Bauunternehmen Böhling beantragt die Genehmigung, auf Spiekeroog eine eigene elektrische Transportkarre einzusetzen. Der bisherige Transportdienstleister Bellstedt kann die für ein laufendes Großbauvorhaben notwendigen Fahrten nicht vollständig und termingerecht abdecken. Bei anderen Baufirmen auf der Insel wurden solche E-Karren bereits genehmigt. Der Rat soll den Einsatz des Elektrofahrzeugs (Modell Pefra EFW 620) durch Böhling genehmigen.
Die Gemeinde Spiekeroog will 2018 ein neues Inselmobil anschaffen, weil das bisherige Italcar (Baujahr 2007) keine TÜV-Zulassung mehr erhält. Drei Angebote wurden eingeholt; die Verwaltung empfiehlt das günstigste mit 10.620,75 € zuzüglich Transport und Wetterverkleidung, kalkuliert insgesamt rund 12.500 €. Gleichzeitig sollen die Fahrpreise erstmals seit 2014 angehoben werden. Der Rat soll die Anschaffung grundsätzlich befürworten und den Betrag in den Haushalt 2018 einstellen.
Die Gemeinde will neue Verkehrsschilder an mehreren Stellen auf Spiekeroog aufstellen lassen. Grundlage ist ein Beschilderungsplan der Verkehrssicherheitskommission, die die Insel im Oktober 2017 besichtigt hat. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, beim Landkreis Wittmund ein offizielles Antragsverfahren einzuleiten.
Eine ortsansässige Spedition beantragt gemeinsam mit Edeka und dem Spiekerooger Frischemarkt eine Ausnahmegenehmigung für den dauerhaften Betrieb eines Lebensmittel-Anhängers auf der Insel. Die geplante Route führt vom Hafen über den Wüppspoor in den Melksett. Am 21. September 2017 fand eine Vorführung der Belieferung statt, zu der der Gemeinderat eingeladen war. Der Rat soll nun entscheiden, ob er die Ausnahmegenehmigung erteilt.