Antrag RM Warenski: Pressemitteilung NABU – Beratung und Beschluss über die Stellungnahme des Rates und der Gemeinde Spiekeroog
Stand der Beratung
Behandelt · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 26. Januar 2017
Beschluss-Text liegt vor (Detail siehe unten)
am 26. Januar 2017 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
(2 Beratungen insgesamt — finaler Beschluss aus dem Rat der Gemeinde Spiekeroog)
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDer Gemeinderat soll auf Antrag von Ratsmitglied Warenski eine gemeinsame Stellungnahme gegen bestimmte Forderungen der Naturschutzverbände erarbeiten. Anlass ist eine Pressemitteilung von BUND, NABU und anderen Verbänden zum 30-jährigen Jubiläum des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, die sieben Forderungen an die Landesregierung enthält. Drei davon sieht der Antragsteller als Bedrohung für die Insel: strengere Befahrensregeln im Wattenmeer, Einschränkungen beim Ausbaggern der Fahrrinnen zu Inselhäfen sowie die Einführung eines Naturbeitrags analog zum Kurbeitrag. Ein konkreter Beschlusstext soll erst in der Sitzung gemeinsam entwickelt werden.
Einordnung
Antrag eines Ratsmitglieds (Claas Warenski), eingereicht am 24. November 2016, zur Beratung im Verwaltungsausschuss und abschließenden Beschlussfassung im Rat. Der genaue Wortlaut der Stellungnahme soll in der Sitzung erarbeitet werden.
Hintergrund
Zum 30-jährigen Bestehen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer haben im August 2016 neun niedersächsische Naturschutzverbände (u. a. BUND, NABU, WWF) eine gemeinsame Erklärung mit sieben Forderungen veröffentlicht. Drei Punkte betreffen Spiekeroog direkt: Forderung 2 verlangt ein generelles Verbot des Kite-Surfens im Nationalpark und strengere Befahrensregeln; Forderung 4 will Baggerarbeiten in Fahrwassern — auch vor kleinen Inselhäfen — stark einschränken; Forderung 7 schlägt einen Naturbeitrag vor, den Gemeinden und Gewerbetreibende entrichten sollen, die mit Nationalpark und Weltnaturerbe werben. Spiekeroog liegt vollständig im Nationalpark und ist auf den Seeweg als einzige Verbindung zum Festland angewiesen.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Einschränkungen beim Ausbaggern der Hafenzufahrt könnten die Erreichbarkeit der Insel und damit Versorgung, Tourismus und Wirtschaft direkt gefährden. Ein zusätzlicher Naturbeitrag würde Gemeinde und Gewerbebetriebe finanziell belasten. Der Beschluss des Rates kann die Grundlage für ein koordiniertes Vorgehen aller Inselgemeinden gegenüber Land und Bund sein.
Die wichtigsten Punkte
- Ratsmitglied Warenski beantragt eine formelle Gegenposition der Gemeinde zu ausgewählten Naturschutzforderungen
- Drei Punkte der Verbände-Erklärung stehen im Fokus: Befahrensregeln, Baggereinschränkungen an Inselhäfen und ein neuer Naturbeitrag
- Der Rat soll gemeinsam mit anderen Nationalpark-Gemeinden gegen diese Forderungen vorgehen
- Ein konkreter Beschlusstext liegt noch nicht vor — er soll erst in der Sitzung erarbeitet werden
- Die beiliegende Pressemitteilung der Verbände datiert vom 10. August 2016 und ist die inhaltliche Grundlage des Antrags
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/120/2016
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 2 Dokumente
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (2)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-868 kB
- 📄pressemitteilungen detailPDF; CHARSET=UTF-847 kB
Beratungsfolge
Verwandte Vorlagen
Die Gemeinde Spiekeroog soll der formalen Entwicklungszone des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer beitreten. Der Rat entscheidet über die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Bereiche der Insel außerhalb der Ruhe- und Zwischenzonen des Nationalparks würden damit Teil der Entwicklungszone. Laut Niedersächsischem Umweltministerium entstehen den Gemeinden dadurch keine Nachteile oder zusätzliche Einschränkungen.
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