Eilantrag Beratung und Beschluss über Übererplanmäßige Ausgaben im Rahmen Unterbringung Flüchtlinge
Stand der Beratung
Einstimmig beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 6. Oktober 2022
Beschlossen — einstimmig
am 06. Oktober 2022 im Rat der Gemeinde Spiekeroog
Der Rat der Gemeinde Spiekeroog berechtigt den Bürgermeister zum Abschluss eines Vertrages mit dem DRK Wittmund, in Zusammenarbeit mit den anderen Kommunen des Landkreises, der die Errichtung und Unterbringung einer zentralen Obdachlosenunterkunft zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge beinhaltet. Die Gesamtkosten werden unter den Kommunen nach Einwohnerzahl verteilt. Die jährliche Belastung darf bis zu 40 T€ betragen. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die bereits jetzt entstehenden Kosten, für die Vermeidung der Obdachlosigkeit von ukrainischen Flüchtlingen, außerplanmäßiger sind. Eine Nachgenehmigung der Kosten wird erforderlich sein. Kämmerer Koffinke erläutert den Sachstand. Es geht um die Kosten für die Unterbringung von zusätzlichen Flüchtlingen im Landkreis, bzw der Kommunen. Er geht davon aus, dass 40.000 € pro Jahr für die Gemeinde zu tragen sind. Es ist eine originäre Aufgabe; der Beschluss ist daher notwendig, da es eine gemeinschaftliche Lösung mit dem LK geben soll. Es soll eine Zentralunterkunft in Form von zwei Container-Dörfern am Land entstehen, dies sei besser für die Flüchtlinge, da Schulen, Kindergärten und Sprachkurse besser für die Flüchtlinge nutzbar wären, und es günstiger für die Kommunen. Das DRK übernimmt die Versorgung und wäre Vertragspartner, und das ist die beste Lösung. Zurzeit rechnet man von voraussichtlich 3 Jahren für diese Situation. Das kann sich natürlich noch ändern. Das DRK möchte gerne bis Ende des Monats die Verträge abschließen, damit Container, etc. bestellt werden können. RM Klasing fragt nach einem Verteilerschlüssel für die Kostenverteilung und möchte, dass dieser im Beschlussvorschlag genannt wird. Der Beschlussvorschlag wird um diesen Punkt ergänzt und damit einstimmig beschlossen.
Zusammenfassung
Wie das funktioniertDie Gemeinde Spiekeroog soll sich an einer gemeinsamen zentralen Unterkunft für ukrainische Geflüchtete auf dem Festland beteiligen. Weil die Lieferzeiten für Container fünf bis sechs Monate betragen, wurde die Vorlage als Eilantrag eingebracht. Bei einer Beteiligung kämen keine weiteren Geflüchteten mehr nach Spiekeroog, die Gemeinde trüge stattdessen bis zu 40.000 Euro jährlich zu den Kosten der Gemeinschaftsunterkunft bei. Der Rat soll den Bürgermeister zum Vertragsabschluss mit dem DRK Wittmund ermächtigen und die bereits entstandenen außerplanmäßigen Kosten nachgenehmigen.
Einordnung
Beschlussvorlage des Ordnungsamts, eingebracht als Eilantrag zur Ratssitzung am 24. November 2022. Es handelt sich um eine Erst-Beratung mit Beschlussempfehlung zur Genehmigung überplanmäßiger Ausgaben und zur Ermächtigung des Bürgermeisters zum Vertragsabschluss.
Hintergrund
Infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine rechnete das Land Niedersachsen bis Ende März 2023 mit erheblich steigenden Flüchtlingszahlen. Für die Gemeinde Spiekeroog wurde eine Zuweisung von bis zu 20 Personen prognostiziert. Eine dezentrale Unterbringung auf der Insel — etwa durch Mietung von Ferienwohnungen — war kaum noch möglich und verursachte bereits monatliche ungedeckte Kosten von etwa 1.500 bis 4.000 Euro. Die Gemeinden im Landkreis Wittmund planten daher, gemeinsam mit dem DRK zentrale Containerunterkünfte auf dem Festland zu errichten.
Was bedeutet das für Insulaner:innen?
Wenn der Beschluss gefasst wird, kommen keine weiteren Geflüchteten mehr auf die Insel. Kindergarten und Schule auf Spiekeroog werden damit nicht zusätzlich belastet. Die Gemeinde zahlt stattdessen bis zu 40.000 Euro pro Jahr als Anteil an der Festlandunterkunft — eine überplanmäßige Ausgabe, die den Gemeindehaushalt trifft.
Die wichtigsten Punkte
- Das Land Niedersachsen wies Spiekeroog bis zu 20 Geflüchtete zu
- Eine Beteiligung an einer zentralen Containerunterkunft auf dem Festland soll die Insel von Direktzuweisungen entlasten
- Die jährliche Kostenbeteiligung Spiekeroogs wird auf bis zu 40.000 Euro veranschlagt
- Das DRK Wittmund soll die Unterkunft errichten und betreiben
- Der Rat soll die bereits entstandenen außerplanmäßigen Ausgaben nachträglich genehmigen
Schlagworte
KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.
Eckdaten
- Aktenzeichen
- 01/080/2022
- Typ
- 📄 Sitzungsvorlage
- Anhänge
- 1 Dokument
- Im Radar seit
- 25. Mai 2026
- Zuletzt aktualisiert
- 25. Juli 2026
- Original
- Im Ratsinformationssystem öffnen ↗
Anlagen (1)
- 📄SitzungsvorlagePDF; CHARSET=UTF-8204 kB
Beratungsfolge
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