Zum Inhalt springen
Sprache · Language: Deutsch Polski Română English
Spiekeroog-Radar
📄
Sitzungsvorlage
Sachverhalt, den ein Gremium berät.

Ostbake Spiekeroog – Angebot zur unentgeltlichen Übernahme

Stand der Beratung

Mehrheitlich beschlossen · Rat der Gemeinde Spiekeroog · 18. Juni 2026

Beschluss

Beschlossen — mehrheitlich

am 18. Juni 2026 im Rat der Gemeinde Spiekeroog

Worum es ging

Der Rat der Gemeinde Spiekeroog nimmt das Angebot des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ems-Nordsee zur unentgeltlichen Übernahme der Ostbake zur Kenntnis. Von einer Übernahme der Ostbake wird abgesehen. Die Verwaltung wird beauftragt, dies dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee entsprechend mitzuteilen.

5Ja1Enthaltung Sondervotum

Zusammenfassung

Wie das funktioniert
Wie wichtig für die Insel?
mittel

Die Gemeinde soll entscheiden, ob sie die Ostbake — ein altes Seezeichen am östlichen Inselende — kostenlos vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee (WSA) übernimmt. Das WSA braucht die Bake für die Schifffahrt nicht mehr und will sie abreißen, falls die Gemeinde ablehnt. Die Verwaltung empfiehlt, das Angebot abzulehnen, weil Unterhaltung, Verkehrssicherung und mögliche Pachtzahlungen dauerhaften Aufwand verursachen würden. Der Beschlussvorschlag lautet: keine Übernahme, das WSA soll entsprechend informiert werden.

Einordnung

Beschlussvorlage der Verwaltung, eingebracht von Bürgermeister Kösters, zur Erstberatung im Verwaltungsausschuss am 9. Juni 2026 und zur Beschlussfassung im Rat am 18. Juni 2026.

Hintergrund

Die Ostbake diente ursprünglich als Schifffahrts- und Peilzeichen. Das WSA hat festgestellt, dass sie für die Sicherheit der Schifffahrt nicht mehr erforderlich ist, und bietet sie der Gemeinde zur unentgeltlichen Übernahme an. Auf Spiekeroog gibt es noch zwei Baken; die Ostbake liegt am äußersten östlichen Inselende und ist nicht über einen regulären Wanderweg erschlossen. Das Domänenamt Norden hat signalisiert, dass bei einer Übernahme zusätzlich Pachtzahlungen für die Flächennutzung anfallen könnten.

Was bedeutet das für Insulaner:innen?

Nimmt der Rat das Angebot an, trüge die Gemeinde künftig die Kosten für Unterhaltung, Verkehrssicherung und Haftung der Bake — was alle Steuerzahlenden der Insel betrifft. Lehnt der Rat ab, baut das WSA die Ostbake ab; das maritime Erscheinungsbild am Ostende der Insel verändert sich. Befragte Institutionen und Vereine haben keine Bereitschaft signalisiert, die Trägerschaft zu übernehmen.

Die wichtigsten Punkte

  • Das WSA bietet die Ostbake kostenlos an, kündigt jedoch den Rückbau an, falls die Gemeinde ablehnt
  • Die Übergabevereinbarung würde alle Unterhaltungs-, Verkehrssicherungs- und Haftungspflichten auf die Gemeinde übertragen
  • Lokale Institutionen (Nordseebad GmbH, Kulturstiftung, Hermann Lietz-Schule, Inselmuseum, Segelclub u.a.) lehnen eine dauerhafte Trägerschaft ab
  • Das Domänenamt Norden stellt zusätzliche Pachtzahlungen für die Flächennutzung in Aussicht
  • Die Verwaltung empfiehlt, das Angebot abzulehnen und das WSA zu informieren

KI-gestützt zusammengefasst, Stand 25. Juli 2026. Im Zweifel gilt die Originalvorlage.

Eckdaten

Aktenzeichen
01/154/2026
Typ
📄 Sitzungsvorlage
Anhänge
1 Dokument
Im Radar seit
9. Juni 2026
Zuletzt aktualisiert
27. Juli 2026
Original
Im Ratsinformationssystem öffnen ↗

Anlagen (1)

Beratungsfolge

  1. Rat der Gemeinde Spiekeroog18. Juni 2026, 20:00 UhrEntscheidungmehrheitlich5:0:1

Verwandte Vorlagen

Temporäre Vermietung Ratssaal an Sparkasse
01/025/2023Sitzungsvorlage

Die Gemeinde soll den Ratssaal wöchentlich für zwei Stunden an die Sparkasse LeerWittmund vermieten, damit diese dort Kundengespräche führen kann. Die Sparkasse hat keine geeigneten Räume auf der Insel mehr, nachdem ihre Filiale aufgegeben und der bisherige Ausweichraum weggefallen ist. Der Beschlussvorschlag sieht Variante a) einen Nutzungsvertrag für 50 Euro pro Termin vor, oder Variante b) eine Ablehnung der Vermietung.

Definition eines Arbeitsprogrammes im Rahmen des Kooperationsvertrages zwischen NPV und Gemeinde zum Aufgabenfeld – Wanderwege auf Spiekeroog
01/005/2019Sitzungsvorlage

Die Gemeinde Spiekeroog soll gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung (NPV) ein Arbeitsprogramm für die Wanderwege auf der Insel festlegen. Geregelt werden soll, wie die Wege beschildert und gekennzeichnet werden, ob eine gemeinsame Wanderwegekarte erscheint, wer die Kosten trägt und wer Pflege und Unterhaltung übernimmt. Grundlage ist ein bereits bestehender Gestattungsvertrag zwischen der Domänenverwaltung des Landes Niedersachsen und der Gemeinde, der die Nutzung der Wege auf Landesflächen regelt.

Ostbake Spiekeroog – Angebot zur unentgeltlichen Übernahme — Spiekeroog-Radar