Bauausschuss der Gemeinde Spiekeroog
Der Bauausschuss berät Vorlagen rund um Bauen, Bauleitplanung und das Ortsbild und bereitet dazu Beschlüsse für den Rat vor.
84 Sitzungen · 1 kommend · Vorsitz: Inge Redelfs
Abstimmungsverhalten
337 Beschlussse insgesamt · 74 % einstimmig
- Einstimmig:
- 249
- Mehrheitlich:
- 41
- Abgelehnt:
- 1
- Andere:
- 46
Nicht-einstimmige Beschlüsse
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 23.10.20259. April 2026 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 18.09.202523. Oktober 2025 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 27.02.20253. April 2025 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 02.05.20246. Juni 2024 · mehrheitlich
- 60.1-003384-24 | Nutzungsänderung DW in FW01/036/2024 · 2. Mai 2024 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 28.03.20242. Mai 2024 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 29.02.2024 und 25.01.202428. März 2024 · mehrheitlich
- 60.1-01400-23 | Bauvoranfrage Süderloog 4501/102/2023 · 2. November 2023 · mehrheitlich
- Fallen Anker - Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der SpLärmSchVO01/091/2023 · 14. September 2023 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 10.08.202314. September 2023 · mehrheitlich
- Stranddistel - Antrag auf Ausnahmegenehmigung von der SpLärmSchVO01/079/2023 · 10. August 2023 · mehrheitlich
- Bauvoranfrage Errichtung Kühlhaus Walter Requardt Heim | 60.1-00740-2301/065/2023 · 8. Juni 2023 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 04.05.20238. Juni 2023 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 23.03.20234. Mai 2023 · mehrheitlich
- Bauvoranfrage - mobile Gastroeinheiten Strand01/084/2022 · 27. Oktober 2022 · mehrheitlich
- Nutzungsänderung - Bodenraum in einen Yogaraum01/083/2022 · 27. Oktober 2022 · mehrheitlich
- Beratung und Beschluss über die Ausnahme von der Veränderungssperre (Ersatzneubau eines Teilgebäudes)01/073/2022 · 11. August 2022 · mehrheitlich
- Bestandsaufnahme Gebäude und Nutzungsarten01/040/2022 · 28. April 2022 · mehrheitlich
- Genehmigung des öffentlichen Teils der Niederschrift vom 12.01.2022, 10.2.2022, 17.03.202228. April 2022 · mehrheitlich
- Nutzungsänderung von drei Abstellräumen zu Schlafräumen Erneute Beratung aufgrund der Veränderungssperre01/194/2021 · 12. Januar 2022 · mehrheitlich
Mitglieder (6)
- Inge RedelfsVorsitz
- Patrick KöstersBürgermeister:in
- Christiane Andreesen-AhsendorfMitglied
- Juliane BellstedtRatsmitglied
- Friederike GoedeckeRatsmitglied
- Hilmar SchreiberRatsmitglied
Sitzungen
Vorlagen aus diesem Gremium
Der Rat soll die überarbeiteten Gestaltungssatzungen für den Dorfkern (Zone I) und den ihn umgebenden Bereich (Zone II) beschließen. Die Änderungen sind technischer Natur: Sie regeln Kollisionen mit Bebauungsplänen, lassen behutsam alternative Baumaterialien zu und korrigieren Fehler aus der Änderung von 2024. Die Öffentlichkeitsbeteiligung blieb ohne Einwände; zwei Behörden haben Stellungnahmen eingereicht, deren Hinweise in den Entwurf eingeflossen sind.
Der Bauausschuss berät über den aktuellen Stand der 8. Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans Nr. 21 Am Bahnhof. Ziel der Planung ist es, neuen Dauerwohnraum zu schaffen und ihn angemessen mit Ferienwohnungen zu mischen. Die formelle Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden ist abgeschlossen; die eingegangenen Stellungnahmen wurden ausgewertet und in die Planung eingearbeitet. Ein konkreter Beschluss wird gegebenenfalls erst in der Sitzung formuliert.
Die Inselschule Spiekeroog soll erweitert werden. Der Landkreis Wittmund hat als Bauantragsteller und zuständige Bauaufsichtsbehörde einen Bauantrag gestellt und die Gemeinde um Stellungnahme gebeten. Die Gemeinde muss jedoch kein förmliches Einvernehmen nach Baugesetzbuch erteilen; die Entscheidung über die Genehmigung liegt allein beim Landkreis. Der Bauausschuss soll das Vorhaben billigend zur Kenntnis nehmen.
Die Kulturstiftung Spiekeroog will im Ortskern zwei kleine Audiostationen als Stelen aufstellen, die Besucher:innen und Einheimische per QR-Code oder ähnlichem zu einem digitalen Audioguide über die Baugeschichte der Insel führen. Die Stelen (rund 100 x 28 x 28 cm) sollen sich gestalterisch in das denkmalgeschützte Ortsbild einfügen. Geplante Standorte sind das gemeinsame Grundstück von Gemeinde und Kulturstiftung beim Inselmuseum sowie die Straßenbegleitfläche im Bereich Süderloog und Südermenss. Der Gemeinderat soll der Aufstellung auf gemeindlichen Flächen zustimmen.
Die Gemeinde will ihre beiden Gestaltungssatzungen ändern, die regeln, wie Gebäude im Ortskern und im umgebenden Bereich aussehen dürfen. Drei Punkte stehen an: eine neue Kollisionsregel, die klarstellt, dass Bebauungspläne Vorrang vor den Gestaltungssatzungen haben; die Korrektur eines Fehlers aus der Satzungsänderung 2024, der unbeabsichtigt Dachformen bei Nebengebäuden wieder einschränkte; und die Prüfung, ob in der Gestaltungssatzung II auch Fassadenmaterialien in Holzoptik (statt echtem Holz) zugelassen werden. Der Bauausschuss soll die Änderungsverfahren empfehlen und die Verwaltung beauftragen, Satzungsentwürfe bis zur Ratssitzung im Juni 2026 vorzubereiten.
Ein bestehendes Pensionsgebäude im Dorf soll aufgestockt und erweitert werden, um eine Dauerwohnung und zwei Ferienwohnungen unterzubringen. Der Bauausschuss hat das gemeindliche Einvernehmen nach der Erhaltungssatzung erteilt und den Sachverhalt zur Kenntnis genommen. Die eigentliche Baugenehmigung erteilt der Landkreis Wittmund.
Damit der geplante Anbau an das Feuerwehrgerätehaus genehmigt werden kann, soll eine sogenannte Abstandsbaulast auf einem Nachbargrundstück eingetragen werden. Der neue Umkleidetrakt hält den gesetzlich vorgeschriebenen Abstand zur nördlichen Grundstücksgrenze nicht ein. Das Nachbargrundstück gehört dem Land Niedersachsen; die Entschädigung berechnet sich mit 155 Euro pro Quadratmeter auf einer betroffenen Fläche von 19 Quadratmetern. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, die nötigen Vereinbarungen abzuschließen und die Baulast eintragen zu lassen.
Die Evangelische Frauen im Rheinland e.V. will das Dachgeschoss ihres Kurheims auf Spiekeroog umnutzen: Aus einer Mitarbeiterwohnung sollen zwei Wohnungen für Kurteilnehmende mit Gemeinschafts- und Bereitschaftsraum werden. Die Wohnfläche steigt dabei geringfügig um 4,52 Quadratmeter auf rund 116 Quadratmeter. Die Verwaltung empfiehlt, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, da keine öffentlichen Belange beeinträchtigt werden. Der Rat soll dem Vorhaben zustimmen.
Der Bauausschuss hat den überarbeiteten Architektenentwurf für das Sanders Quartier zustimmend zur Kenntnis genommen und konkrete gestalterische Maßgaben beschlossen. Für den südlichen Giebel wird Holz als Material bevorzugt; die Fensterumrandungen am östlichen Giebel sollen nach fachlicher Prüfung entfernt werden. Haus D wird ohne Gauben umgesetzt. Die Verwaltung soll nun den Aufstellungsbeschluss sowie den Offenlagebeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan vorbereiten.
Die Verwaltung erklärt dem Bauausschuss, wie die Geschossfläche (GF) im Sondergebiet Wohnen / Ferienwohnen korrekt berechnet wird. Hintergrund sind wachsende Fragen der Ausschussmitglieder zur Anwendung der Bebauungsplan-Festsetzung, die vorschreibt, welchen Mindestanteil der Geschossfläche je Grundstück als Dauerwohnung genutzt werden muss. Die Verwaltung legt zwei Fachdokumente vor: eine Berechnungsarbeitshilfe und einen Kommentarauszug zur niedersächsischen Bauordnung. Der Bauausschuss soll die Erläuterungen zur Kenntnis nehmen.